
Tom Tailor trotzt dem schlechten Wetter
Alle Textilhändler reden übers Wetter, nur Tom Tailor nicht. Der Modekonzern wuchs im ersten Halbjahr signifikant. Um die Marke Bonita besser am Markt zu platzieren, wurden Neuerungen verabschiedet.
Thomas RehmRedakteurBonita soll flexibler werden
Durch hohe Aufwendungen für die Integration von Bonita und Einmaleffekte beträgt der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) jedoch 10,3 Millionen Euro, doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Konzern ist mit 271 Millionen Euro verschuldet. Im Mai hatte das Unternehmen ein Schuldscheindarlehen emittiert. Das Gesamtvolumen betrug 80 Millionen Euro. Tom Tailor beschäftigt mehr als 6.300 Mitarbeiter.
Bonita verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang, der aber laut Unternehmen erwartet wurde. Die Marke verzeichnete in der ersten Jahreshälfte ein Minus von 6 Prozent, auf vergleichbarer Fläche gar um 10 Prozent. Um Bonita erfolgreicher zu machen wolle der Konzern hier künftig flexibler auf Markttrends reagieren. Dafür wurde die Zeit von Design und Auslieferung der Ware um 16 Wochen verkürzt, so dass die neuen Produkte nun nach 24 bis maximal 28 Monaten in die Läden kommen sollen. Das Angebot in den Geschäften solle bedarfsorientierter ausfallen. Seit Juni gibt es für Bonita zudem einen Onlineshop.
/ges

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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