Umsatz im Einzelhandel bleibt rückläufig

Umsatz im Einzelhandel bleibt rückläufig

Die Umsatzflaute im deutschen Einzelhandel hält an. Im Februar sind die Erlöse erneut gesunken. Nur vereinzelt konnte ein Plus erzielt werden. HDE hält an seiner Jahresprognose fest.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Gegenüber dem Februar des Vorjahres setzte der deutsche Einzelhandel inflationsbereinigt 0,9 Prozent weniger um. "Damit bleibt der Abwärtstrend intakt - in den ersten drei Monaten des Jahres hat der Einzelhandel das Wirtschaftswachstum gebremst", kommentierten Analysten der Commerzbank.

Keine großen Wachstumschance in 2010

Der Handelsverband Deutschland (HDE) beurteilt die Entwicklung angesichts "der gesamtwirtschaftlichen Lage" dennoch positiv. "Damit kann man leben", sagte ein Sprecher in Berlin.

Die Februar-Zahlen bestätigten die Einschätzung des Verbandes, dass sich die Geschäftslage im Frühjahr 2010 von einem sehr schwachen Niveau aus deutlich verbessert habe. "Wir haben keinen Anlass, weiter sinkende Umsätze für das Gesamtjahr anzunehmen, glauben aber auch nicht an große Wachstumschancen."Alles in allem erwarte der HDE weiterhin, dass sich der Einzelhandelsumsatz 2010 nominal auf Vorjahresniveau bewegt. Preisbereinigt entspreche dies einem Minus von 0,5 Prozent.

Umsatzplus bei Haushaltsgeräten

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte laut dem Statistischen Bundesamt im Februar diesen Jahres 0,4 Prozent mehr um als im Februar des Vorjahres. Dabei stieg der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze dagegen um 1,6 Prozent niedriger.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wurde im Februar 2010 1,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. In zwei Bereichen gab es hingegen positive Entwicklungen: Der Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf verzeichnete einen Zuwachs um 3,2 Prozent. Beim Einzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten lagen die Umsätze um 1,6 Prozent höher.

Die Zahlen der Statistiker basieren auf Daten aus sieben Bundesländern, in denen gut Dreiviertel des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel anfallen. Im Krisenjahr 2009 hatte es kräftige Einbußen gegeben.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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