
Vedes mit Umsatzrückgang
Die Spielwaren-Kooperation Vedes musste 2008 Umsatzrückgänge im Einzel- und Großhandelsgeschäft hinnehmen. Ein neues Shopkonzept soll künftig für mehr Umsatz sorgen.
Thomas RehmRedakteurUnsicherheit bei den Händlern
Die Vedes AG verzeichnete 2008 ein negatives Ergebnis in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Bereits mit eingerechnet sind hier die Bonusausschüttungen an die Mitglieder sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.
Sowohl im Zentralregulierungs- als auch im Großhandelsbereich waren im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen zu verzeichnen, die laut Vedes „aus der Unsicherheit der Händler aufgrund der konjunkturellen Lage und der damit einhergehenden deutlichen Zurückhaltung beim Wareneinkauf" im zweiten Halbjahr resultierten.
Zentralregulierungsumsatz rückläufig
Der Zentralregulierungsumsatz der Vedes-Zentrale (inklusive der Auslandstöchter) belief sich auf rund 260 Millionen Euro, was einem Rückgang von rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Großhandelsumsatz reduzierte sich um 3,7 Prozent auf 58 Millionen Euro.
Mit einer Qualitätsoffensive, ein innovatives Shopkonzept für das Multimedia-Segment namens "Point of Games" sowie strategische Allianzen will Vedes in Zukunft das Geschäft sichern.
Multimedia ist der Renner
Multimedia und Elektronik nehmen in der deutschen Spielwarenbranche einen immer größeren Stellenwert ein. "In jedem fünften Haushalt in Deutschland gibt es mittlerweile eine Spielekonsole", sagte Vedes-Vorstandsmitglied Achim Weniger.
Im vergangenen Jahr sei der Gesamtumsatz im Multimediabereich um 25,5 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte Weniger. Der gesamte deutsche Spielwarenmarkt sei im Jahr 2008 um neun Prozent auf ein Volumen von 3,8 Milliarden Euro angewachsen.
DH mit dpa

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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