
Verdi: Schlecker will 12.000 Jobs abbauen
Verdi macht gegen Schlecker mobil: Tausende Arbeitsplätze sind dort laut Gewerkschaft in Gefahr. In Ulm demonstrieren Hunderte Mitarbeiter der Drogeriemarktkette.
Thomas RehmRedakteurAußerdem wollen die Schlecker-Beschäftigten mit ihrer Kundgebung den Druck auf die laufende Tarifrunde im Einzelhandel erhöhen. Verdi fordert für die Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel 6,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie ein tarifliches Mindesteinkommen von 1.550 Euro. Bei der ersten Verhandlung hatten die Arbeitgeber diese Forderung als "illusorisch" zurückgewiesen. Am 25. Mai soll weiter verhandelt werden.
"Es ist erst der Anfang"
Die Proteste am Montag seien erst "der Anfang einer Kette von Aktionen", kündigte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane an. In der Vergangenheit hatte die Gewerkschaft bereits mehrmals die Arbeitsbedingungen bei Schlecker angeprangert.
Schlecker teilte zuletzt mit, in diesem Jahr eine dreistellige Zahl an neuen Filialen mit einer Verkaufsfläche von je bis zu 1.000 Quadratmetern eröffnen zu wollen. Das Unternehmen kündigte aber zugleich an, trotz geplanter Groß-Filialen auch an kleinen Geschäften festzuhalten.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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