Verdi: Umsatzflaute im Handel hausgemacht

Verdi: Umsatzflaute im Handel hausgemacht

Der Einzelhandel ist für seine Umsatzeinbußen selbst verantwortlich, findet Verdi-Vizechefin Mönig-Raane. Mit Billigpreisen setzten die Discounter die Branche unter Druck.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
1 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Leidtragende dieses ruinösen Wettbewerbs seien nicht nur die Beschäftigten im Einzelhandel, sondern auch die Mitarbeiter in den produzierenden Branchen, betonte die Verdi-Funktionärin.

Aber auch die Verbraucher zahlten am Ende die Zeche, da die Einzelhändler ihre Qualitätsstandards irgendwann nicht mehr halten könnten.

Kartellwächter sollen sich einschalten

Es sei unverständlich, sagte die Gewerkschafterin, "dass das Bundeskartellamt diese Entwicklung nicht scharf beobachtet und ahndet", sondern wohl glaube, es gebe nicht genug Preiswettbewerb.

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist 2009 so stark gesunken wie seit sieben Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen die Erlöse der rund 400.000 Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahr um Inflationseffekte bereinigt um 1,8 Prozent zurück.

Für dieses Jahr erwartet der Handelsverband Deutschland (HDE) ein Umsatzminus von 0,5 Prozent. Auch Metro-Chef Cordes hat vor einem "mörderischen Preiswettbewerb" gewarnt.

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.