Die Gewerkschaft Verdi will mit der Drogeriemarktkette Schlecker über einen Sozialtarifvertrag mit Beschäftigungssicherung verhandeln. Das Unternehmen signalisiert Bereitschaft.
Auch eine Tarifbindung an die Einzelhandelstarifverträge für die Beschäftigten aller Vertriebsformen soll durchgesetzt werden.
Verdi: "2.000 Jobs wurden gestrichen"
Bislang sind nach Verdi-Angaben durch die Schließung von kleineren Filialen bereits 2.000 Arbeitsplätze gestrichen worden. Rund 1.500 Beschäftigte arbeiten mittlerweile in den neuen Großfilialen, allerdings zu schlechteren Bedingungen.
"Schleckers Strategiewechsel zu XL hat zu Nachteilen in XL-Größe für die Beschäftigten geführt. Nur durch entsprechende Tarifverträge können wir dieser Entwicklung Einhalt gebieten", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane.
Schlecker hat im Geschäftsjahr 2009 einen leichten Umsatzrückgang verbucht. Das Unternehmen erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 7,2 Milliarden Euro, im Jahr 2008 lag der Umsatz noch bei 7,4 Milliarden Euro.
