
Verdi weitet Warnstreiks bei Amazon aus
Verdi dehnt die Warnstreiks beim Online-Kaufhaus Amazon aus. Nach Leipzig soll am heutigen Dienstag auch im Verteilzentrum in Bad Hersfeld gestreikt werden.
David WöllensteinRedakteur"Die Beschäftigten erwirtschaften den Umsatz, mit dem Amazon expandiert, doch wann investiert Amazon in seine Mitarbeiter?", kritisiert die für Amazon in Bad Hersfeld zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. "Diese brauchen für ihre gute Arbeit einen angemessenen und verlässlichen Lohn, der nicht nur vom Arbeitgeber allein bestimmt wird, sondern über einen Tarifvertrag ausgehandelt wird."
Gewerkschaft will bessere Arbeitsbedingungen
"Amazon als amerikanisches Unternehmen steht dem deutschen Tarifvertragssystem ablehnend gegenüber und bringt immer wieder zum Ausdruck, dass es keine Gemeinsamkeiten mit verdi gäbe, um in Tarifverhandlungen einzutreten", sagt Bernhard Schiederig, Verhandlungsführer von verdi in Hessen. "Doch es geht uns auch um die weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Bezahlung."
Verdi will die Aufnahme von Tarifverhandlungen und die Bezahlung der Mitarbeiter zu den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen.
dpa, DH

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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