Schick und heil: Versandtipps aus dem Verpackungslabor

Schick und heil: Versandtipps aus dem Verpackungslabor

Manchmal muss man sich für deutsche Händler fremdschämen. Beispielsweise immer dann, wenn die Sendung vom wohl beleumundeten Marketplace-Händler oder dem niedlichen Webshop in krumpeligen Kartons ankommt oder die Ware in zerknülltem Zeitungspapier des Ostwestfalener Tageblatts (nichts gegen die Lokalpresse) eingefaltet ist. Schön ist das nicht. Und es macht auch keine Lust zu einem neuerlichen Einkauf. Denn mit den gestiegenen Anforderungen an den Onlinehandel steigt auch die Erwartung an die...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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FedEx entwickelt und testet in einem eigenen Verpackungslabor Transportverpackungen und simuliert sogar unterschiedliche Wetterbedingungen oder Klimazonen und hat auf Basis dieser Erfahrungen eine Reihe von Tipps parat.

Weniger Krümel: So hat sich kürzlich die Whimsy Cookie Company, eine Keks-Konditorei aus den USA, an die Experten von FedEx gewandt: Beim Versand der schmackhaften Kunstwerke zerbrachen immer wieder einige Kekse – für das Unternehmen, das viel Wert auf Qualität legt und seine Waren auch online anbietet, war das ein inakzeptabler Zustand. Im Paketlabor sollte geprüft werden, wie sich die Krümelrate senken ließ. Am Ende waren es kleine, nützliche Kniffe, mit denen die Leckereien beim Versand jetzt zu 99 Prozent heil bleiben:

• durch das Einlegen von Trennwänden, damit sich die Kekse nicht gegenseitig berühren
• durch ein anderes Positionieren der Kekse, um mehr Raum für dämpfendes Füllmaterial zu erhalten
• durch die Wahl eines vertikal stehenden Versandkartons, sodass die Kekse aufeinander gestapelt liegen und nicht seitwärts.

Versandtipps für eine stabile Beziehung

Auch ohne solche speziellen Anforderungen sollten Händler folgen Aspekte beachten:

• einen stabilen Karton wählen, der weder Dellen an den Ecken noch Löcher hat
• alte Adressaufkleber entfernen – damit die Sendung an den richtigen Adressaten gelangt
• die Aufkleber mit der eigenen Adresse und der des Empfängers auf der größten Oberfläche des Kartons platzieren und zudem eine Karte mit beiden Adressen in den Karton legen
• die Ware im Karton mit möglichst leichtem Material wie Luftpolsterfolie oder Papierschnitzeln polstern. Kein Zeitungspapier verwenden, denn es macht das Paket schwerer

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• zerbrechliche Gegenstände in einen kleineren Karton innerhalb des Großen packen
• den Karton gut zukleben und dazu ein Paketklebeband, kein Krepp- oder Isolierband verwenden
• in der sogenannten H-Form verkleben
• auf Geschenkpapier oder Schleifen außen am Paket verzichten
• wenn es sich um ein Geschenk handelt, bei den Papieren wie Warenbeschreibung, Frachtbrief und Proforma Rechnung eindeutig „Geschenksendung“ als Inhalt angeben
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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