
Virtuelle Rathäuser bleiben vorerst Zukunftsmusik
Mehr als zwei Drittel der Oberbürgermeister der größten deutschen Städte geben an, Modernisierung und stärkere Kundenorientierung sei ihr Hauptziel für die nächsten Jahre. Trotz des guten Willens fehlen präzise Konzepte.
Björn BöerChefredakteurNur 47% der 100 größten Städte Deutschlands haben ein schriftliches Konzept für elektronischen Buergerservice. Außerdem: 89% wissen nicht, was die Bürger von einem Behördenportal erwarten. Umgekehrt wissen die Bürger nicht, für welche Verwaltungsabläufe ihnen die digitale Signatur wirklich nutzt.
Dies ergab eine Analyse der Mummert + Partner Unternehmensberatung.
Das Potenzial, mit der elektronischen Unterschrift organisatorische Abläufe zu beschleunigen, wäre hoch. Doch noch schreckten Behörden vor den Kosten für die digitale Signatur zurück und hemmten so die Einführung des E-Governments. Außerdem fehle es an kompletten Software-Lösungen für die Ämter. Die Komponenten lägen zwar vor, müssten aber noch zu einer rundum sicheren Behörden-Anwendung verbunden werden. (KC)
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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