
ChatGPT bringt virtuelle Anprobe in die Produktsuche
OpenAI ergänzt Shopping in ChatGPT um Try-on und Favoriten. Modehändler sollten Feed, Varianten, Bilder, Größenhinweise und Retourenlogik prüfen.
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OpenAI ergänzt Shopping in ChatGPT um Try-on und Favoriten. Modehändler sollten Feed, Varianten, Bilder, Größenhinweise und Retourenlogik prüfen.

Asos hat im vierten Quartal seines Geschäftsjahres den Bruttowarenwert leicht gesteigert, berichtet Ecommercenews.eu. Übers Jahr bleibe aber trotzdem ein Minus von fünf Prozent, die Zahl aktiver Kunden sei auf 16,4 Mio. geschrumpft . In Deutschland und Großbritannien habe der Modehändler aber im zweiten Halbjahr zugelegt. Zudem lagere Asos mehr Partnerware ein oder lasse Partner direkt versenden: Sortiment ohne eigenen Einkauf.

Der US-Stylingdienst Stitch Fix verzeichnet nach eigenen Angaben deutlich höhere Ausgaben bei Kunden, die sich per KI in Outfits betrachten, berichtet Pymnts.com. Das Werkzeug montiere Nutzer anhand eines zuvor hochgeladenen Selfies in empfohlene Kombinationen: Mehr als 22 Mio. solcher Bilder habe das Unternehmen bereits ausgespielt. Im Quartal sei die Zahl aktiver Kunden zwar um 1,4 Prozent gesunken, doch der Umsatz je Kunde um 7,8 Prozent gestiegen. Unterm Strich bleibe ein Plus von 4,2 Prozent.

Das JD Institute of Fashion Technology hat in Mumbai den Marktplatz „House of JD“ gestartet, berichtet Fashionunited.com. Studenten, Absolventen und Nachwuchsdesigner könnten dort fertige Projekte aus Mode, Interior, Textil, Kunst und Lifestyle verkaufen und nebenbei lernen, wie sich Entwürfe positionieren und vermarkten lassen. Fünf Kategorien gliederten das Angebot vom Erstsemester bis hin zu bereits etablierten Namen. Anders als offene Marktplätze kuratiere House of JD Designer und Produkte vor der Aufnahme.

Im Online-Modehandel driften Entdeckung und Kauf weiter auseinander, zitiert Businessoffashion.com einen Bericht von ESW. Bekleidung bleibe die wichtigste Kategorie im Online-Handel: 69 Prozent shoppen sie im Netz. Influencer würden Entscheidungen bei 62 Prozent prägen, aber nur sechs Prozent vertrauten sozialen Netzwerk am Ende auch ihr Geld an. 31 Prozent kauften lieber in Shops der Marken und Händler. Auch der KI würden mehr als die Hälfte beim Preisvergleich vertrauen, aber nur ein Drittel würde sie zum Bezahlen schicken wollen.

Frankreich belegt „Ultra-Fast-Fashion“ seit dem 1. September mit einer Abgabe pro Kleidungsstück, berichtet Straitstimes.com. Wie hoch sie ausfällt, hänge von zwei Kriterien ab: der in Verkehr gebrachten Menge und den Reparaturkosten gemessen am Kaufpreis. In diesem Jahr würden 0,50 Euro auf Unterwäsche fällig, zwei Euro auf T-Shirts, neun auf Jeans, zwölf auf Jacken. Bis 2030 steige der Höchstsatz auf 19,50 Euro pro Stück, gedeckelt bei 50 Prozent des Nettopreises. Zara und H&M seien, laut Ministerium, nicht betroffen.

Fashion-Shopper wünschen sich mehr Styling-Hilfe statt noch mehr Produkte, zitiert Fashionunited.com eine Asos-Umfrage in Großbritannien. 68 Prozent der Befragten hätten angegeben, es sei leichter zu wissen, was man kauft, als wie man es trägt. 64 Prozent halten die Auswahl für zu groß, ein Drittel habe bereits einen Kauf abgebrochen, weil der passende Look „im Kopf“ gefehlt habe. 46 Prozent würden sich Hilfe dabei wünschen, wie Gekauftes in die eigene Gardarobe zu integrieren sei.

Virtuelle Anprobe rückt vom Gimmick in den Kaufprozess. Für Händler entscheiden Datenqualität, Passformlogik und saubere Erwartungssteuerung.

Erstmals seit fünf Jahren ist der Schweizer Fashion-Online-Handel wieder gewachsen, berichtet Carpathia.ch – die Umsatzschätzungen schwanken aber zwischen 2,09 und 3,5 Mrd. Franken. Marktführer bleibe Zalando mit 1,82 Mrd. Franken und dem grössten absoluten Zuwachs. Den stärksten relativen Zuwachs habe mit 16 Prozent Shein zu verbuchen; gemeinsam mit Konkurrenten Temu decke man die hohe Nachfrage nach günstiger Mode ab. Best Secret habe H&M überholt, während Bonprix und La Redoute weiter nachgeben mussten.

Mode bleibt mit rund 20 Prozent der Online-Konsumausgaben in Westeuropa die zweitgrößte E-Commerce-Kategorie hinter Hi-Tech, meldet NielsenIQ.com. Doch: Während der Gesamtmarkt um fünf Prozent zulegen konnte, sei die Online-Mode nur auf drei Prozent gekommen. Vorsichtigere Käufer bremsten das Tempo. Der Markt zersplittere hauptsächlich zwischen Zalando, Amazon, Vinted, Shein, Temu und Tiktok Shop. Second-Hand habe sich mittlerweile vom Nischenphänomen zum strukturellen Treiber gemausert, besonders bei jüngeren Kunden, die Neues und Gebrauchtes selbstverständlich miteinander mischten.

Mango steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 auf 1,852 Mrd. Euro, ein Plus von 7,2 Prozent, berichtet Retail-News.de. Währungsbereinigt liege das Wachstum bei 10,7 Prozent. Der Online-Anteil erreiche inzwischen 32 Prozent. Getragen vom „Elevate“-Programm mit Markenbotschafterin Hailey Bieber eröffnete der Konzern 127 Filialen und betreibe nun über 2.960 Standorte in mehr als 120 Märkten. Fürs Gesamtjahr peile Mango rund vier Mrd. Euro an.