
Welke Gruppe wechselt zu Fressnapf
Die Tierfachhandlungen der Welke Gruppe verlassen die Verbundgruppe Sagaflor und werden zu Megazoos von Fressnapf. Damit baut der Tierbedarf-Discounter das Segment der Erlebnis-Zoohandlungen weiter aus.
Marke Megazoo wird ausgebaut
Thomas Brill und die Welke Gruppe sollen eine entscheidende Rolle bei der Expansion der Marke Megazoo spielen. Die sechs bestehenden Großflächen-Fachmärkte der Welke Gruppe werden dementsprechend im Laufe des Jahres zu Megazoos umgerüstet.
Zurzeit betreibt Fressnapf in Deutschland vier Megazoo-Märkte, im Juli sollen in Koblenz und Hannover zwei weitere Märkte eröffnet werden. "Langfristig sind in Europa 100 Megazoo-Märkte mit einem Umsatz von rund 350 Millionen Euro realisierbar", ist Marc Lukies, Mitglied der Fressnapf-Geschäftsführung und verantwortlich für Megazoo, überzeugt. Zunächst soll die Megazoo-Expansion in Deutschland vorangetrieben werden, danach in den europäischen Fressnapf-Märkten.
Einkaufswelten statt Discount
Megazoo wird von Fressnapf als "Spezialist für spannend inszenierte Erlebniseinkaufswelten rund um alle Arten von Lebendtieren, von exotischen Reptilien und Vögeln bis hin zur Meerwasseraquaristik" inszeniert. Bewusst setzt der Händler eigenen Angaben zufolge dabei auf eigenständige Sortimente.
Das Einzugsgebiet der Großflächenmärkte von Megazoo ist größer als das der klassischen Fressnäpfe. Rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes erzielt Megazoo mit Zubehör und lebenden Tieren. Fressnapf-Märkte hingegen folgen dem Konzept des Fach-Discounters und fokussieren sich auf Tiernahrung und Schnelldreher im Segment Zubehör. Zudem gehören zu Fressnapf die elf Filialen des Fachhändlers Kölle-Zoo, der auf Erlebnis-Shopping und unter anderem exotischere Tiere wie beispielswiese die japanischen Karpfen "Koi" oder Papageien setzt.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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