Weniger Retouren: Online-Handel vertraut auf Wachstum

Weniger Retouren: Online-Handel vertraut auf Wachstum

Die Laune gut, die Aussichten bestens. Der interaktive Handel schaut optimistisch nach vorne. Allerdings wird die Rekordstimmung aus dem Vorjahr nicht mehr ganz erreicht. Das ist das Ergebnis der B2C-Händlerstudie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2012/2013" die jetzt der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V. zusammen mit seinem Kooperationspartner Creditreform Boniversum vorgelegt hat. Für gute Stimmung sorgt womöglich auch die gesunkene Retourenquote.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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#BL-4692#Die Laune gut, die Aussichten bestens. Der interaktive Handel schaut optimistisch nach vorne. Allerdings wird die Rekordstimmung aus dem Vorjahr nicht mehr ganz erreicht. Das ist das Ergebnis der B2C-Händlerstudie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2012/2013" die jetzt der Bundesverband des Deutschen
Versandhandels (bvh) zusammen mit seinem Kooperationspartner Creditreform Boniversum vorgelegt hat. Für gute Stimmung sorgt womöglich auch die gesunkene Retourenquote.

Trotz insgesamt deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen werden die Auftrags-, Umsatz-, Ertrags- und Personalsituation etwas negativer bewertet als noch im letzten Frühjahr.
Die über 220 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche zeigen, dass insbesondere die größeren Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland, also diejenigen Unternehmen, die hohe Umsätze (mehr als 5 Millionen Euro) erzielen und zugleich viele Kunden (mehr als 100.000 Kunden in den letzten 12 Monaten) aufweisen können, besonders guter Dinge sind.

Neben den größeren Unternehmen, sind es die Unternehmen der Teilbranchen Freizeit und Haushalt, die ihre aktuelle und zukünftige Geschäftslage derzeit am positivsten bewerten. Insgesamt liegen aber auch alle anderen Branchen des Interaktiven Handels auch in diesem Jahr wieder über dem deutschen Durchschnitt“, sagt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Boniversum.

Weniger Retouren



In der aktuellen Analyse vom Frühjahr 2013 zeigt sich, dass es dem deutschen Interaktiven Handel in den letzten 12 Monaten offenbar gelungen ist, die Retourenquote zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation verbessert, da derzeit nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen von steigenden Rücksendungen berichtet (2013: 20 Prozent; -5
Punkte). Und auch der Anteil der Unternehmen, die von sinkenden Rücksendungen sprechen, hat zugenommen (2013: 16 Prozent; +5).

„Es bleibt abzuwarten, wie sich der Retouren-Trend für die nächsten Monate entwickelt. Aktuell rechnen die befragten Unternehmen wieder mit einem leichten Anstieg (2013: 23 Prozent; +3). Letztlich ist der Rückgang der Retourenquote aber natürlich auch ein Ausdruck der Bemühungen, durch ein effizientes Retourenmanagement Kosten zu senken und damit die Ertragslage der Unternehmen zu verbessern“, so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

Bereit zu Investitionen



Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen des Interaktiven Handels in Deutschland hat sich im Frühjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht (2013: 83 Prozent; +2 Punkte). Die Perspektiven bleiben auch für die nächsten Monate insgesamt positiv, nicht zuletzt da auch die Art der geplanten Investitionen Ausdruck des weiterhin bestehenden
konjunkturellen Optimismus sind. Investitionen für Kapazitätserweiterungen (2013: 37 Prozent; +3) und für Innovationen (2013: 37 Prozent; -2) bleiben bei den Online- und Versandhändlern die mit Abstand meistgenannten Investitionsarten.
Zum Vergleich: Die Investitionsneigung in der deutschen Gesamtwirtschaft blieb im 1. Quartal 2013 nahezu stabil (50 Prozent; -1 Punkt).

Die Studie kann in elektronischer Form beim bvh bestellt werden. Auszüge sind kostenfrei erhältlich. Die gesamte Studie ist ab 99 Euro erhältlich.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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