Westwing und Home24 mit dicken Zugewinnen, PayPal, Zalando, Electronic Partner, Gap, Birchbox, SEO

Westwing und Home24 mit dicken Zugewinnen, PayPal, Zalando, Electronic Partner, Gap, Birchbox, SEO

Westwing und Home24 mit dicken Zugewinnen: Keine Angst vor dem Online-Möbelhandel? Da sollte manch ein Verbandsvertreter lieber noch einmal nachdenken. Laut heute von Investor Kinnevik veröffentlichten Zahlen (pdf) holen sich Home24 und Westwing weiter dicke Brocken vom Kuchen. Home24 mit einem Umsatz von 60 Millionen Euro von Januar bis März 2015 schafft ein Plus von 128 Prozent. Westwing schafft im ersten Quartal ein Wachstumsplus von 55 Prozent auf 52 Millionen Euro. Beide aber quälen sich...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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Westwing und Home24 mit dicken Zugewinnen:

Keine Angst vor dem Online-Möbelhandel? Da sollte manch ein Verbandsvertreter lieber noch einmal nachdenken. Laut heute von Investor Kinnevik veröffentlichten Zahlen (pdf) holen sich Home24 und Westwing weiter dicke Brocken vom Kuchen. Home24 mit einem Umsatz von 60 Millionen Euro von Januar bis März 2015 schafft ein Plus von 128 Prozent. Westwing schafft im ersten Quartal ein Wachstumsplus von 55 Prozent auf 52 Millionen Euro. Beide aber quälen sich mit einem unangenehmen Minus bei Ebitda. Das macht aber nix. Im Verdrängungswettbewerb gilt letztlich die Regel: Wer früher stirbt, ist länger tot. Ein Thesenpapier des Kölner Instituts für Handelsforschung IFH geht davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren jeder dritte der bundesweit rund 28.000 Möbelläden vor dem Aus steht.

Jetzt lesen: German Startups Group bläst IPO ab, Zalando bei Rechnungen zu großzügig.

Zalando - bei Rechnungszahlung zu großzügig:

Auf die gestrigen Zalando-Zahlen lohnt ein zweiter Blick. Zwar liegt das Umsatzwachstum mit bis zu 35 Prozent Plus sogar über den immer wieder angekündigten 25 Prozent, doch zeigt sich auch ein Makel. Nämlich der "Anstieg der Payment-Kosten“. Die Kosten, die durch Zahlungsausfälle und Mahnverfahren bei Neukunden entstehen, drücken auf die Marge. Anders gesagt, Zalando lässt derzeit deutlich mehr Kunden per Rechnungskauf zahlen. Die Großzügigkeit beim Scoring ist gut fürs Wachstum, aber schlecht für die Kasse.

German Startups Group bläst IPO ab:

Die German Startups Group verschiebt den Börsengang auf irgendwann. Grund: Es fanden sich im Vorfeld nicht genug Interessenten für die Aktie. Der abgeblasene IPO kommt nicht überraschend. Schon kurz vor dem ursprünglich geplanten IPO-Termin hatte die German Startups Group den Börsengang verschoben, um noch Investoren zu finden und reagierte auf Kritik extrem dünnhäutig.

Tweet des Tages:

Kleinaktionäre in D mal wieder am Arsch. Während Wall Street längst mit #Paypal zockt, ist das Ding bei mir noch nicht mal eingebucht #ebay

— Dirk Benninghoff (@neuigkeitenchef) 21. Juli 2015

Electronic Partner und Sparhandy noch enger verflochten:

Die Verbundgruppe Electronic Partner erhöht die bisherige Kapitalbeteiligung an Sparhandy auf 50,1 Prozent und wird damit zum Mehrheitseigner. Künftig werden der Einkauf, der Vertrieb und die Logistik der Mobilfunk-Hardware beider Unternehmen im Logistikzentrum der Sparhandy GmbH am Standort Bochum gebündelt.

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Banken testen PayPal-Konkurrenten:

Die deutschen Banken und Sparkassen stilisieren ihr Payment-Modell Paydirekt gerne als den kommenden PayPal-Konkurrenten. In ersten Tests ab Mitte August wollen die Hypovereinsbank und der Online-Möbelladen D-Living sehen, ob das Modell das Zeug dazu hat. Der eigentliche Marktstart soll im November sein. All-in

E-COMMERCE INTERNATIONAL

Trunkclub stylt jetzt auch Frauen:

Trunkclub, vor einem Jahr von Nordstrom gekauft, ist eigentlich die Marke für das Curated Shopping für Männer. Jetzt wird es das betreute Shopping dort auch für Frauen geben. Geekwire

Gestern ist Jet.com gestartet, das Amazon das Fürchten lehren will, und nun zeigen sich erste Zutaten des Kochrezeptes. Die sind besonders spannend, weil Marc Lore, Gründer von Diapers.com (für 545 Millionen Dollar an Amazon verkauft), Kunden für eine 50 Dollar-Jahresmitgliedschaft alle Artikel im 10-Millionen-Produkte-Sortiment zum niedrigsten Preis verkaufen will. Dabei geht Jet.com zum Teil wohl auch Umwege, wenn das Produkt nicht im Sortiment ist und kauft dann den Artikel bei anderen Anbietern über eigene Affiliate-Links ein, um Geld zu sparen. Unter anderem Goldman Sachs, Google Ventures und Alibaba haben 225 Millionen Dollar in den Einkaufsclub gesteckt. WSJ

Birchbox kooperiert mit Gap:

In einer Kooperation mit Gap zeigt Beauty-Box Anbieter Birchbox seinen Boxen derzeit in einigen US-Filialen der Modemarke vor. MCM

Meh.com schafft 8 Millionen Dollar:

Meh.com schafft knapp 8 Millionen Dollar Umsatz im ersten Geschäftsjahr mit seinem Ein-Produkt-pro-Tag-Modell. An Meh.com überzeugt vor allem die freche Art, wie immer wieder der „Deal of the day“ präsentiert wird.

E-COMMERCE PRAXIS

14 wichtige SEO-Kennzahlen:

Endlich mal nicht dicke Bücher wälzen. Quicksprout erklärt 14 zentrale SEO-Kennzahlen und wie man ihnen auf die Schliche kommt und dann seine Zahlen verbessert.

Zitat des Tages: "Bei uns klingeln nicht die Alarmglocken", sagt André Kunz, Geschäftsführer des Möbelhandelsverbands BVDM laut "Welt". Man kennt solche Sprüche Richtung Onlinehandel aus anderen Branchen, denen man zumindest einen kleinen Wecker gewünscht hätte.



DIGITALE TRENDS & FAKTEN

Beliebtester Beitrag am Vortag: Öde Provinz - wo Omnichannel und InStore-Digitalisierung noch keine Rolle spielen
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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