
Woolworth findet Käufer für 100 Filialen
Für die Ladenlokale der insolventen Warenhauskette Woolworth finden sich zahlreiche Interessenten. Zwei Paketverkäufe sind bereits unterschrieben.
Thomas RehmRedakteurZahlreiche Interessenten aus dem Handel
Laut Insolvenzverwalter werden weitere Verträge bald folgen. Bis zum Herbst will Woolworth 140 der insgesamt 310 Filialen in Deutschland abstoßen. Schlecker kann nach einer Entscheidung des Bundeskartellamtes bis zu 71 Filialen übernehmen, NKD will zunächst 23 Läden fortführen. Interesse hatten auch die Drogerieketten dm und Rossmann sowie der Textildiscounter KiK und der Schuhhändler Reno bekundet.
Der Insolvenzverwalter will 160 mittelgroße Filialen in einer neuen Woolworth GmbH fortführen, die nach der Sanierung an einen Investor verkauft werden soll. "Es laufen bereits Gespräche", sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.
Um die Filialen für den neuen Besitzer aufzuwerten, werden sie bis Ende Oktober mit mehr als 10 Millionen Euro umgebaut. Das Geld stamme aus dem laufenden Geschäft, das sich stabilisiert habe, schrieb Hermann. Die Senkung der Personalkosten und das neue Sortiment zeigten Wirkung.
Woolworth Deutschland hatte im April Insolvenz angemeldet. Zunehmende Konkurrenz und starke Umsatzrückgänge hatten die Discount-Warenhäuser in die Zahlungsunfähigkeit getrieben. Auch ein Sanierungskurs des britischen Finanzinvestors Argyll Partners, der im Oktober 2007 das operative Geschäft übernahm, half nicht.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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