Woolworth: Umbau nimmt Gestalt an

Woolworth: Umbau nimmt Gestalt an

Offenbach und Ludwigshafen sind auf gutem Weg, Woolworth auf der Frankfurter Zeil und die Kids-Stores werden dichtgemacht: Der Insolvenzverwalter will mindestens 150 Filialen erhalten.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Zwei Filialen in Offenbach und Ludwigshafen seien bereits auf das neue Konzept umgestellt. Dort gebe es seither deutliche Umsatzzuwächse. In den kommenden zwei Monaten sollen auch alle übrigen Filialen umgebaut werden. Hermann will mindestens 150 der bislang 311 Woolworth-Läden erhalten. Es gebe aber die Hoffnung, dass es "etliche mehr" werden könnten, sagte der Sprecher.

Mittelgroße Standorte haben Chancen zu überleben

Auch in das kommende Weihnachtsgeschäft wird seinen Angaben zufolge eine hohe Summe investiert. Dies zeige, dass Insolvenzverwalter Hermann an die Fortführung von Woolworth glaube. Erhalten will Hermann vor allem mittelgroße Standorte mit einer Fläche zwischen 800 und 1500 Quadratmetern.

Deshalb wird auch die größte hessische Filiale von Woolworth auf der Frankfurter Zeil aufgegeben. Dort arbeiteten bislang mehr als 100 der hessenweit 1300 Woolworth-Beschäftigten. Das Haus sei einfach zu groß und passe nicht mehr ins Konzept, sagte der Sprecher. Für den Standort wie auch für andere Läden gebe es aber zahlreiche Interessenten. Derzeit laufe ein Bieterverfahren.

Die Frankfurter Kaufhauskette trennt sich zudem wieder von ihren Kids-Stores. Die vier als Test-Filialen geführten Läden in Hochheim, Nidda, Usingen und Dortmund-Brakel sollen nach nur zwei Monaten wieder geschlossen werden. Sie waren im Frühjahr in Stores für Kinder mit Textilien und Bekleidung, Babypflegeartikeln sowie Spiel- und Süßwaren umgewandelt worden.

Transfergesellschaft bis Ende des Jahres

Ziel sei es außerdem, dass möglichst viele Woolworth-Beschäftigte der Standorte, die vor dem Aus stehen, übernommen werden. Bis Ende des Jahres sind alle Mitarbeiter in einer Transfergesellschaft untergebracht, die ihnen 80 Prozent des letzten Nettolohns zahlt.

Das Amtsgericht Frankfurt hatte am 1. Juli das Insolvenzverfahren über das Traditionsunternehmen mit rund 9000 Mitarbeitern eröffnet.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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