
Zalando: Ja - Wir sind profitabel!, Rocket Internet rollt Richtung IPO, Amazon, Yapital, eBay, Alibaba, Snapchat, Starbucks
Rocket Internet: Der PR-Zug von Rocket Internet zum Börsengang, perfekt orchestriert von PR-Chef Andreas Winiarski, rollt unaufhaltsam Richtung IPO und dürfte nur noch von einer Notbremsung zu stoppen sein. Serienweise hält die Rocket Internet-Maschinerie derzeit mit Unternehmensstories in den Wirtschaftsmedien. Nach einem exklusiven Gespräch mit Oliver Samwer in der britischen Financial Times folgt nun wenig später das exklusive Gespräch mit dem deutschen Handelsblatt. Dort korrigiert Samwer...
Jetzt lesen: Zalando schafft im ersten Halbjahr eine EBIT-Marge auf Breakeven-Niveau. eBay verklagt Intershop.
Zalando: Zalando ist im zweiten Quartal 2014 weiter stark gewachsen und schaffte im ersten Halbjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen einen Nettoumsatz von 1,02 bis 1,06 Milliarden Euro auf Gruppenebene (erstes Halbjahr 2013: 809 Millionen Euro). Der Trend in Richtung Breakeven, der sich bereits im ersten Quartal abzeichnete, hat sich verstärkt und zu einem profitablen zweiten Quartal für die gesamte Gruppe geführt. Für das erste Halbjahr ergibt sich daraus eine EBIT-Marge auf Breakeven-Niveau (erstes Halbjahr 2013: -9%). Mehr dazu in Kürze.
eBay: eBay verklagt die Intershop Communications AG. Dabei geht es um eine angestrebte Sonderuntersuchung mit Blick auf die eBay-Tochter GSI Commerce. Die eBay-Tochter GSI Commerce Solutions, die gut 26 Prozent an Intershop hält, will einen Beschluss der Aktionäre aufheben. Die wollen die Geschäfte zwischen GSI und Intershop extern prüfen lassen. Ihr Verdacht: GSI wurden Konditionen gewährt, die nicht marktüblich sind und dem Jenaer Software-Unternehmen Nachteile verschaffen. OTZ
Alibaba: Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba will in den USA erst nach dem Labor Day in den USA ( 1. September) an die Börse gehen. Vor dem IPO soll es noch eine Road Show für Investoren geben. Erwartet wurde der IPO im August. WSJ
Amazon: Kinder, die Erwachsenen erklären, wie toll das neue Amazon Fire Phone und Prime sind. So geht der erste TV-Spot für das Amazon-Smartphone.
Starbucks: Geschickt hat Starbucks seinen Kunden in den vergangenen Jahren das Mobile Payment beigebracht. Die tun das mit wachsender Begeisterung. Nun sollen die App nach und nach auch mit der Option zur Vorbestellung ausgerüstet werden. Und nicht nur das. Starbucks will seine Payment-App auch anderen Händlern andienen. Re/Code
Apple: Apple muss im Streit um Preisabsprachen für E-Books 400 Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Das hat ein US-Gericht entschieden, meldet ZD-Net. Apple will sich gegen das Urteil zur Wehr setzen. 2010 hatten sich Apple und einige Großverlage darauf verständigt, dass die E-Books der Verlage, entgegen sonstiger Gepflogenheiten, in Apples iTunes-Shop zu vom Verlag festgesetzten Preisen angeboten werden sollten. 166 Millionen Dollar sollen die Verlage zahlen, die mit Apple die Preise für elektronische Bücher abgesprochen haben sollen. Hintergründe: Wurm im Apfel I und Wurm im Apfel II. Mit dabei übrigens bei den Übeltätern: Hachette, das sich jetzt als Opfer von Amazon geriert.
Digitale Praxis:
Facebook: Facebook testet jetzt in den USA einen "Buy-Button", den Unternehmen in Werbepostings in der Timeline integrieren können. Kunden sollen so ein im Posting beworbenes Produkt kaufen können, ohne das Netzwerk verlassen zu müssen. Nutzer müssen dazu ihre Kredikarten-Daten bei Facebook hinterlegen.
Google: Das ist ja mal praktisch. Google bietet seine Analytics-App jetzt auch für iOS an. iTunes
Instagram: Wie man ansehnlich seine Marke auf der Bilder-Plattform Instagram in Szene setzen kann, das zeigt Practical E-Commerce an 9 Beispielen.
Digitales Wissen:
Snapchat: Der Bilder-Chatdienst Snapchat plant womöglich ein eigenes Payment-System für Bezahlungen und Geldtransfer für seine Plattform. Dabei könnte es um neue Erlösquellen über den Verkauf von Zusatzdiensten oder aber auch um die Option zum Geldtransfer zwischen den Nutzern gehen. Grund für die Spekulationen unter anderem bei Business Insider: Snapchat hat entsprechende Beschreibungen für das Markenzeichen eintragen lassen.
Google: Google meldet ein kräftiges Umsatzplus im abgelaufenen Quartal: 61,2 Milliarden Dollar in der Kasse, 2,5 Milliarden. Dollar mehr als im Vorquartal. Ein Umsatzanstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Digitale Trends & Fakten:
Zahl des Tages: Wenn Mobile Payment es schwer hat, dann könnte es daran liegen, dass die Deutschen immer noch am liebsten mit Bargeld zahlen. Nur bei jedem fünften Einkauf bezahlen die Kunden mit einer Karte. Das sagt eine Studie des EHI. Etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes im Handel wird demnach bar bezahlt. Der Handel
Grafik des Tages: eBay ist Marktplatz, mit PayPal aber mindestens ebenso Finanzdienstleister. Wie sehr sich die Gewichte Richtung Payments verschieben, das zeigt die Entwicklung der Umsätze. (Grafik: Statista)
Lesetipp des Tages: Mobile Zeitgeist fühlt sich beim Praxistest der Yapital-App ein wenig an Mike Krüger erinnert. ("Mensch, Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehn").
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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