Die fünf angekündigten Schließungen betreffen eine Meldung von 2009. Eine aktuelle Einordnung zeigt, weshalb Filialzahl und Investitionen getrennt bewertet werden sollten.
Aktualisiert am 11. September 2026: Redaktion etailment. Der ursprüngliche Beitrag und sein Veröffentlichungsdatum bleiben als Archiv erhalten.
Die unten dokumentierte Meldung wurde am 23. April 2009 veröffentlicht. Die dort genannten fünf Standorte sind keine aktuelle Schließungsliste. Aus der damaligen Ankündigung lässt sich auch nicht ableiten, welche Filialen an diesen Orten heute bestehen.
Filialentwicklung umfasst mehr als Öffnen und Schließen
Im Geschäftsbericht 2025 beschreibt Zara-Mutter Inditex mehr als 400 Maßnahmen an Geschäften weltweit: Neueröffnungen, Erweiterungen und vollständige Modernisierungen. Gleichzeitig verweist der Konzern auf Investitionen in seine E-Commerce-Plattformen. Diese Angaben beziehen sich auf die Gruppe, nicht ausschließlich auf Zara oder deutsche Standorte.
Der Bericht nennt für 2025 einen Konzernumsatz von rund 39,9 Milliarden Euro, 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Daraus lässt sich weder die Wirtschaftlichkeit einer einzelnen Filiale noch die Ursache einer lokalen Schließung ablesen.
Welche Fragen sich für Händler stellen
Redaktionelle Einordnung: Wer den Wettbewerb an einem Standort beurteilt, sollte neben der Filialzahl die Verkaufsfläche, das Sortiment und die Verbindung zum Onlineshop betrachten. Für eine eigene Flächenentscheidung sind lokale Frequenz, Mietkosten und der nach standortbezogenen Kosten verbleibende Ergebnisbeitrag hilfreicher als eine historische Schließungszahl.
Ein Umbau, ein Umzug und eine ersatzlose Schließung haben unterschiedliche Folgen für das Einzugsgebiet. Die ursprüngliche Meldung bleibt deshalb unten mit ihrem damaligen Zeitbezug erhalten. Für aktuelle Besuche oder Standortanalysen müssen heutige Standortinformationen separat geprüft werden.
Archiv: Originalbeitrag vom 23.04.2009 — Zara schließt fünf Filialen
Der Modefilialist Zara zieht sich aus fünf unrentablen Standorten zurück, plant aber die Eröffnung von weiteren Läden."Im Zuge der laufenden Standortoptimierung" plane das Unternehmen von 2009 bis 2012 die "Verlagerung" von fünf Filialen. Das heißt konkret: Die Standorte in Lübeck, Kiel, Wuppertal City Arkaden, Chemnitz und Leipzig-Günthersdorf werden geschlossen."Wir sind dort, wo die Kunden uns erwarten und unser Verkaufsangebot annehmen", erklärte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg. Jede Filiale muss dabei Mindestanforderungen an Erreichbarkeit, Kundenpotenzial und Wirtschaftlichkeit erfüllen.
Eröffnungen geplant
Allen Mitarbeitern der nun zur Disposition stehenden Standorte sollen die Übernahme in einer andere Filialen der Gruppe angeboten werden. Geschäftsführer Arndt Brockmann und Personalleiterin Jasmin Ukpabia hätten die Mitarbeiter aller betroffenen Standorte persönlich vor Ort informiert, hieß es.
Weitere Zara-Eröffnungen in ausgesuchten Lagen sind bereits für dieses Jahr in Planung. Die Gesamtzahl der Filialen soll weiterhin wachsen, sagt ein Sprecher. Genaue Angaben machte das Unternehmen hierzu jedoch nicht.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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