Lagerarbeiter sortiert importierte Laptop- und Solarmodul-Paletten im Logistikzentrum
© Black Forest Labs / Flux

Laptop bis Solarzelle: China importiert 6,2, Prozent mehr

Deutschlands Importe aus China stiegen von Januar bis Mai auf 72,4 Mrd. Euro und damit um 6,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. China bleibe wichtigster Handelspartner. Weil die Exporte zugleich um 14,5 Prozent auf 29,6 Mrd. Euro schrumpften, sei der Importüberschuss auf 42,8 Mrd. Euro geschwollen. So stammten beispielsweise 81,8 Prozent aller eingeführten tragbaren Computer und 86,1 Prozent der Solarmodule aus China.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
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China bleibt Deutschlands wichtigster Importpartner

Deutschlands Warenimporte aus China sind in den ersten fünf Monaten 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes belief sich ihr Wert von Januar bis Mai auf 72,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im Mai 2026 wurden Waren im Wert von 14,0 Milliarden Euro aus China eingeführt, 2,1 Prozent mehr als im Mai 2025.

Damit blieb die Volksrepublik importseitig Deutschlands wichtigster Handelspartner. Gleichzeitig gingen die deutschen Ausfuhren nach China spürbar zurück: Die Exporte sanken von Januar bis Mai um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro. Aus der Kombination aus steigenden Importen und sinkenden Exporten ergab sich ein deutlich größerer Handelsunterschied. Der Importüberschuss im Handel mit China wuchs auf 42,8 Milliarden Euro; im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte er noch 33,5 Milliarden Euro betragen.

Elektronik und Energiewende-Produkte prägen die Einfuhren

Die wichtigsten Importgüter aus China waren Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 Milliarden Euro. Das war ein Zuwachs von 4,4 Prozent. Dahinter folgten elektrische Ausrüstungen mit 14,3 Milliarden Euro und einem Plus von 5,6 Prozent sowie Maschinen im Wert von 6,4 Milliarden Euro, die um 3,8 Prozent zulegten.

Besonders hoch ist der chinesische Anteil bei mehreren Produktgruppen, die im Alltag und für zentrale Zukunftsbereiche relevant sind. Von den nach Deutschland eingeführten tragbaren Computern stammten 81,8 Prozent aus China, bei Smartphones waren es 66,3 Prozent. Auch 64,1 Prozent der importierten Lithium-Ionen-Akkus kamen aus der Volksrepublik. Bei Personenkraftwagen mit Elektromotor lag der Anteil chinesischer Importe bei 23,5 Prozent. Besonders ausgeprägt ist die Konzentration bei Photovoltaik-Komponenten: Fotoelemente als Module oder Tafeln kamen zu 86,1 Prozent aus China.

Deutsche Autoexporte verlieren stark

Auf der Exportseite lieferten deutsche Unternehmen von Januar bis Mai 2026 vor allem Maschinen im Wert von 5,8 Milliarden Euro nach China. Es folgten Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse mit 5,1 Milliarden Euro sowie Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile mit 4,7 Milliarden Euro. Während die Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten leicht um 0,9 Prozent zulegten, gingen Maschinenexporte um 17,5 Prozent zurück.

Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen aus. Die entsprechenden Exporte nach China sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,1 Prozent. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits 2025 sichtbar wurde: Bis 2024 waren Fahrzeuge und Fahrzeugteile Deutschlands wichtigstes Exportgut nach China. Im Jahr 2025 fiel ihr Exportwert jedoch um 33,0 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro, nach 20,3 Milliarden Euro im Jahr 2024.

Die aktuellen Außenhandelszahlen zeigen damit eine wachsende Asymmetrie im deutsch-chinesischen Warenverkehr. Während Deutschland weiterhin in großem Umfang Elektronik, Maschinen, Akkus, Solarmodule und weitere Industrie- sowie Konsumgüter aus China bezieht, verlieren zentrale deutsche Exportsegmente, insbesondere die Automobilindustrie, im Chinageschäft deutlich an Dynamik.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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