Walmarts weltweiter E-Commerce-Umsatz legte im zweiten Geschäftsquartal um 23 Prozent zu, berichtet Economictimes.com. Der gesamte Konzernumsatz sei um 5,9 Prozent auf 187,9 Mrd. Dollar geklettert. Besonders kräftig habe das Werbegeschäft mit einem Plus von 38 Prozent zugelegt, die Einnahmen aus bezahlten Mitgliedschaften seien um 17 Prozent gewachsen. Das operative Ergebnis sei um 28,8 Prozent gestiegen, allerdings hätten Rückerstattungen aus Zöllen hier einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Walmart wächst stark – doch der Markt schaut auf die Qualität der Ergebnisse
Walmart hat im zweiten Geschäftsquartal deutlich zugelegt und seinen Konzernumsatz um 5,9 Prozent auf 187,9 Milliarden Dollar gesteigert, berichtet Economictimes.com. Auf währungsbereinigter Basis lag das Umsatzplus bei 5,1 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich der weltweite E-Commerce: Die Online-Umsätze stiegen um 23 Prozent, getragen von Abholung und Lieferung aus den Filialen sowie einem wachsenden Marktplatzgeschäft.
Auch abseits des klassischen Handelsgeschäfts verzeichnete Walmart kräftige Zuwächse. Das globale Werbegeschäft legte um 38 Prozent zu; in den USA fiel das Wachstum ebenfalls in dieser Größenordnung aus. Die Einnahmen aus bezahlten Mitgliedschaften stiegen weltweit um 17 Prozent. Damit gewinnt Walmart weiter in Geschäftsfeldern an Gewicht, die über den reinen Warenverkauf hinausgehen und zusätzliche Erlösquellen erschließen.
Das operative Ergebnis verbesserte sich um 2,1 Milliarden Dollar beziehungsweise 28,8 Prozent. Bereinigt und währungsneutral lag das Plus bei 17,4 Prozent. Allerdings wurde die Entwicklung laut Unternehmen wesentlich durch Rückerstattungen aus Zoll-Effekten unterstützt, während Preismaßnahmen das Ergebnis teilweise belasteten. Ohne den Nettoeffekt aus Zollrückerstattungen und Preisinvestitionen habe das zugrunde liegende operative Ergebnis am oberen Ende der eigenen Prognose gelegen.
Trotz der starken Kennzahlen reagierte die Börse skeptisch: Die Walmart-Aktie fiel nach Veröffentlichung der Quartalszahlen um 8 Prozent. Investoren richteten ihren Blick vor allem auf die Frage, wie nachhaltig die Ergebnisverbesserung ohne Sondereffekte ausfällt. Zusätzlich sorgte der Anstieg der weltweiten Lagerbestände um 6,7 Prozent für Aufmerksamkeit; währungsbereinigt betrug das Plus 6,0 Prozent. Walmart führte den Aufbau auf strategische Initiativen und Inflation zurück.
Die Bruttomarge verbesserte sich um 96 Basispunkte, vor allem gestützt durch das US-Geschäft. Auch hier wirkten sich nach Unternehmensangaben Zollrückerstattungen auf die Kennzahl aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,81 Dollar; dabei wurden ein Nettoverlust von 0,12 Dollar je Aktie aus Beteiligungen und anderen Investments sowie ein Nettoeffekt von 0,11 Dollar aus einer steuerlichen Angelegenheit ausgeklammert.
Insgesamt zeigen die Zahlen ein Unternehmen mit weiterem Wachstum in digitalen Kanälen, Werbung und Mitgliedschaftsmodellen. Zugleich macht die Marktreaktion deutlich, dass Anleger die operative Substanz hinter den Ergebnissen genauer prüfen. Für Walmart bleibt damit entscheidend, ob die Dynamik im Onlinegeschäft, im Marktplatz und bei wiederkehrenden Erlösen auch ohne begünstigende Sondereffekte trägt.
