Marketing-Team produziert Produktcontent für steigende Social-Media-Werbebudgets im E-Commerce
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Händler erhöhen ihr Meta-Budget drastisch

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Online-Händler haben ihre Ausgaben für Werbung auf Facebook und Instagram binnen eines Jahres um 70 Prozent hochgefahren, besagt eine Pressemitteilung von Emplifi. Der Median je Meta-Konto sei von 16.426 auf 27.966 Dollar geklettert. Billiger werde die Werbung dadurch nicht, wohl aber ergiebiger: Der einzelne Klick koste 13,3 Cent und damit 18 Prozent weniger als im Vorjahr; die Klickrate steige um 29 Prozent. Keine andere Branche kaufe momentan Klicks so günstig ein wie der E-Commerce.

Online-Händler haben ihre Werbebudgets auf Facebook und Instagram deutlich ausgeweitet. Laut einer Pressemitteilung von Emplifi stiegen die monatlichen Median-Ausgaben im E-Commerce binnen eines Jahres um 70 Prozent. Pro Meta-Konto kletterte der Wert von 16.426 Dollar im zweiten Quartal 2025 auf 27.966 Dollar im zweiten Quartal 2026. Grundlage ist Emplifis Social Ads Benchmark Report für Q2 2026, der anonymisierte Daten aus mehr als 7.700 Meta-Werbekonten auswertet.

Der starke Budgetanstieg geht mit besseren Leistungswerten einher. Die Klickrate im E-Commerce legte um 29 Prozent zu, während der Cost per Click um 18 Prozent auf 13,3 Cent sank. Damit weist der E-Commerce unter den erfassten Branchen die niedrigsten Klickkosten aus. Über alle Benchmarks hinweg stiegen die monatlichen Median-Ausgaben für Paid Social um 13 Prozent. Die weltweite Klickrate erhöhte sich um 18 Prozent, der Cost per Click sank um 9 Prozent.

Mehr Budget trifft auf höhere Effizienz

Emplifi deutet die Entwicklung als Hinweis darauf, dass höhere Investitionen und bessere Kampagnenleistung derzeit zusammenfallen. Susan Ganeshan, Chief Marketing Officer von Emplifi, verweist in der Mitteilung auf das Zusammenspiel nach dem Klick. Relevante Inhalte, echte Kundenbewertungen und ein reibungsloser Kaufprozess könnten demnach die Performance verbessern. Für Händler rückt damit der gesamte Weg vom Anzeigenkontakt bis zum Kauf stärker in den Fokus des Marketing.

Regional zeigt Nordamerika eine besonders kräftige Dynamik. Dort stiegen die monatlichen Median-Ausgaben um 61 Prozent, von 8.277 auf 13.308 Dollar. In den USA legten sie um 57 Prozent auf 15.111 Dollar zu. Zugleich erreichte die Klickrate mit 1,78 Prozent den höchsten Wert unter den betrachteten Regionen. Der Cost per Click sank dort allerdings nur um 3 Prozent auf 48,3 Cent. Auch Großbritannien verzeichnete starkes Wachstum: Die Ausgaben erhöhten sich um 54 Prozent auf 8.074 Dollar, die Klickrate stieg um 20 Prozent und die Klickkosten gingen um 9 Prozent zurück.

Europa verbessert vor allem die Kostenstruktur

Europa fällt im Bericht weniger durch Ausgabenwachstum als durch Effizienzgewinne auf. Die monatlichen Median-Ausgaben stiegen um 14 Prozent auf 7.037 Dollar. Gleichzeitig sank der Cost per Click um 16 Prozent, der stärkste Rückgang unter den analysierten Regionen. Die Klickrate erhöhte sich um 20 Prozent. Damit zeigt die Region laut den ausgewerteten Daten ein Muster aus moderaterem Budgetaufbau und spürbar verbesserter Kostenleistung.

Nach Branchen nennt Emplifi Direct-to-Consumer-Marken als Segment mit dem stärksten Ausgabenwachstum. Modeunternehmen steigerten ihre monatlichen Median-Ausgaben um 37 Prozent auf 18.787 Dollar. Ihre Klickrate legte um 13 Prozent zu, die Klickkosten sanken um 17 Prozent. Im Retail-Bereich stiegen die Ausgaben um 14 Prozent, begleitet von 11 Prozent höherer Klickrate und 7 Prozent niedrigeren Klickkosten. Automotive verzeichnete mit 24 Prozent den stärksten Zuwachs bei der Klickrate, während das Ausgabenwachstum mit 9 Prozent moderat blieb.

Die Kennzahlen beziehen sich auf Medianwerte pro Konto, darunter Ausgaben, Klickrate und Cost per Click. Verglichen wurde das zweite Quartal 2026, also April bis Juni 2026, mit dem zweiten Quartal 2025. Segmentgrößen können je nach Region, Land und Branche variieren.

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David Wöllenstein
RedaktionDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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