Uber streicht rund 3.300 Stellen und damit etwa zehn Prozent der Belegschaft, berichtet Reuters.com. Der Konzern dünne seine Hierarchien aus: Die Zahl der Beschäftigten sieben oder mehr Ebenen unter dem Konzernchef solle um 20 Prozent sinken, die der Kleinstteams mit nur einem oder zwei Mitarbeitern fast um die Hälfte. Künftig bündele Uber die Teams in New York und San Francisco, die meisten Remote-Kräfte müssten umziehen. Ganz ortsunabhängig arbeiten solle nur noch rund ein Prozent.
Uber ordnet Organisation und Arbeitsmodell neu
Uber streicht rund 3.300 Stellen, berichtet Reuters.com. Das entspricht etwa zehn Prozent der Belegschaft. Der Abbau ist Teil eines Umbaus, der vor allem die interne Struktur des Konzerns betrifft. Im Mittelpunkt steht die Absicht, Hierarchien zu verschlanken und kleinteilige Einheiten zusammenzuführen. Damit greift Uber zugleich in die Verteilung von Verantwortung, Teamgrößen und Standorten ein.
Die Maßnahme zielt den Angaben zufolge darauf, die Zahl der Beschäftigten sieben oder mehr Ebenen unter dem Konzernchef um 20 Prozent zu senken. Diese Vorgabe beschreibt einen deutlichen Eingriff in die Führungspyramide. Betroffen ist damit nicht allein die Gesamtzahl der Jobs. Auch die Tiefe der Organisation soll geringer werden, sodass weniger Ebenen zwischen Unternehmensspitze und operativen Teams liegen.
Weniger Kleinstteams, stärkere Bündelung an zwei Standorten
Zusätzlich will Uber die Zahl der Kleinstteams mit nur einem oder zwei Mitarbeitern fast um die Hälfte reduzieren. Solche Einheiten stehen in dem Umbau besonders im Fokus, weil sie künftig seltener als eigenständige Strukturen bestehen sollen. Der Konzern bündelt Teams in New York und San Francisco. Dadurch verschiebt sich das Arbeitsmodell stärker auf ausgewählte Standorte. Für viele Beschäftigte im Remote-Modell bedeutet das eine klare Veränderung: Die meisten müssten umziehen.
Die neue Linie begrenzt vollständig ortsunabhängiges Arbeiten deutlich. Uber verbindet damit Personalabbau, Standortpolitik und Organisationsdesign in einem Schritt. Für die betroffenen Teams entstehen mehrere Veränderungen zugleich: weniger Stellen, weniger Managementebenen, weniger Kleinststrukturen und eine engere Bindung an New York oder San Francisco. Als konkrete Zielgröße für vollständig ortsunabhängiges Arbeiten nennt der Bericht rund ein Prozent.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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