Foto: Paletten mit Metallplatten und Ölfässern in einem hellen Großhandelslager.
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Großhandelspreise legen um 6,8 Prozent zu

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Die Großhandelsverkaufspreise lagen im August um 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Einen kräftigeren Sprung gab es zuletzt im Februar 2023. Ausschlaggebend seien weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, die Energie und Rohstoffe verteuern: Mineralölerzeugnisse kosteten 36,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, Nicht-Eisen-Metalle 27,4 Prozent, Datenverarbeitungsgeräte 11,1 Prozent.

Die Großhandelsverkaufspreise in Deutschland sind im August 2026 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lagen sie 6,8 Prozent über Vorjahr. Damit beschleunigte sich die Teuerung spürbar: Im Juli hatte die Jahresrate noch 5,3 Prozent betragen, im Juni 4,9 Prozent. Einen stärkeren Anstieg hatte es zuletzt im Februar 2023 gegeben, als die Großhandelspreise um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zulegten.

Energie und Rohstoffe treiben die Preise

Als Hauptgrund nennt Destatis weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten. Sie verteuern vor allem Energieprodukte und Rohstoffe und wirken damit direkt auf die Preisbildung im Großhandel. Besonders stark fiel der Anstieg bei Mineralölerzeugnissen aus: Sie kosteten 36,1 Prozent mehr als im August 2025. Gegenüber Juli 2026 erhöhten sich die Preise in dieser Warengruppe um 4,8 Prozent.

Auch Nicht-Eisen-Erze, Nicht-Eisen-Metalle und Metallhalbzeug verteuerten sich erheblich. Im Jahresvergleich lag das Plus bei 27,4 Prozent, gegenüber dem Vormonat bei 1,3 Prozent. Chemische Erzeugnisse wurden auf Großhandelsebene 13,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Datenverarbeitungsgeräte und periphere Geräte lagen 11,1 Prozent über dem Vorjahresniveau und 1,5 Prozent über Juli. Damit zeigen sich die Preisimpulse in mehreren produktionsnahen Bereichen, die für Industrie, Handel und Konjunktur relevant sind.

Entlastung bei einzelnen Agrar- und Lebensmittelgruppen

Nicht alle Warengruppen folgten dem Aufwärtstrend. Deutliche Rückgänge meldet Destatis im Großhandel mit lebenden Tieren. Dort lagen die Preise 18,3 Prozent unter dem Wert von August 2025 und 1,0 Prozent unter Juli 2026. Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette verbilligten sich im Jahresvergleich um 10,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat betrug das Minus 0,6 Prozent.

Auch Fleisch und Fleischwaren waren günstiger als im Vorjahresmonat. Die Preise sanken um 6,7 Prozent gegenüber August 2025 und um 0,9 Prozent gegenüber Juli 2026. Diese Rückgänge dämpfen den Gesamtindex, konnten die starken Ausschläge bei Energie, Metallen und weiteren Vorleistungsgütern jedoch nicht ausgleichen.

Monatsvergleich bestätigt den Aufwärtsdruck

Gegenüber Juli 2026 stiegen die Großhandelsverkaufspreise insgesamt um 0,9 Prozent. Der Monatswert unterstreicht, dass die Preisdynamik im August nicht allein auf Basiseffekte im Jahresvergleich zurückgeht. Für die weitere Beobachtung verweist Destatis auf den Statistischen Bericht zum Index der Großhandelsverkaufspreise, lange Zeitreihen in GENESIS-Online sowie das Dashboard Konjunktur. Das aktuelle Basisjahr der Indizes ist 2021; der jüngste veröffentlichte Stand betrifft August 2026 mit einem Monatsplus von 0,9 Prozent.

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