Foto: Pakete und Versandtaschen auf einem Rollenförderer in einem hellen Logistikzentrum
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China stemmt Asiens Vorsprung im globalen Online-Handel

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Mehr als die Hälfte der weltweiten Online-Umsätze entfällt laut ECDB weiterhin auf die Region Asien-Pazifik, berichtet Retail-News.de. Vor der Pandemie waren es rund 60 Prozent, seither pendle der Anteil bei 54 bis 55 Prozent, allerdings weil andere Regionen aufgeholt hätten, nicht weil der Markt in Asien geschrumpft sei. Den Löwenanteil stemme China mit mehr als zwei Bio. Dollar Umsatz 2025, der übrigen Region machten rund 639 Mrd. Dollar aus.

Die Region Asien-Pazifik bleibt das Schwergewicht des weltweiten E-Commerce. Nach Daten von ECDB entfallen weiterhin mehr als die Hälfte der globalen Online-Umsätze auf APAC, berichtet Retail-News.de. Vor der Pandemie lag der Anteil zeitweise bei rund 60 Prozent. Inzwischen bewegt er sich bei 54 bis 55 Prozent. Der Rückgang ist vor allem ein relativer Effekt: Andere Weltregionen haben während und nach der Pandemie schneller aufgeholt, während der asiatisch-pazifische Markt weiter auf hohem Niveau wächst.

China bleibt der zentrale Umsatztreiber

Der Vorsprung der Region beruht weiterhin maßgeblich auf China. Der chinesische Onlinehandel erzielte 2025 laut ECDB mehr als zwei Billionen US-Dollar Umsatz. Damit übertrifft der Markt die übrigen APAC-Länder deutlich. Für Südostasien, Indien, Australien und weitere kleinere Märkte der Region werden zusammen rund 639 Milliarden Dollar genannt. Chinas Wachstum hat sich zwar abgeschwächt, doch die große Ausgangsbasis sorgt weiter für erhebliche absolute Zuwächse.

Parallel gewinnen Südostasien und Indien an Dynamik. Beide Märkte befinden sich in einer früheren Phase der Onlinehandelsdurchdringung. Jedes Jahr kommen neue Käufergruppen hinzu, Plattformen bauen Reichweite auf und digitale Angebote werden alltäglicher. Die Wachstumsraten liegen dort höher als in reiferen Märkten. Trotzdem reicht die aktuelle Marktgröße noch nicht aus, um Chinas Gewicht innerhalb von APAC grundlegend zu verschieben.

Pandemie verschob die globale Balance

Die Jahre ab 2020 haben die weltweite Verteilung im Onlinehandel verändert. In vielen zuvor weniger entwickelten Märkten beschleunigte sich die Digitalisierung. Neue Kundengruppen kauften online ein, Infrastruktur wurde ausgebaut und staatliche Programme unterstützten den Wandel. Dadurch legten Regionen außerhalb von APAC stärker zu. Der Anteil Asien-Pazifiks sank im globalen Vergleich, obwohl die Region weiterhin wuchs.

Seit dem pandemiebedingten Einschnitt entwickeln sich APAC und der Rest der Welt laut ECDB weitgehend im Gleichschritt. Innerhalb Asien-Pazifiks liefert China weiter die größten absoluten Beiträge. Außerhalb der Region treiben vor allem die USA das Wachstum. Für die kommenden Jahre erwartet ECDB eine weitgehend stabile Verteilung der Marktanteile bis 2029.

Für internationale Handelsstrategien bleibt APAC damit der wichtigste Bezugsraum. Die Region verbindet enorme Marktgröße mit unterschiedlichen Reifegraden: ein dominanter chinesischer Markt, schnell wachsende Schwellenmärkte und kleinere Volkswirtschaften mit eigener Dynamik. Der Abstand zum Rest der Welt ist geringer als vor der Pandemie, doch APAC hält weiterhin mehr als 50 Prozent der globalen Onlinehandelsumsätze.

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