Foto: Frau bereitet an einem Schreibtisch ein Sammlerstück mit Paketen, Laptop und Waage für den Versand vor
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Whatnot staffelt Provision: Wer mehr verkauft, zahlt weniger

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Whatnot staffelt seine Verkaufsprovision nach dem Gesamtumsatz über vier Wochen. Nach Angaben des Unternehmens für Deutschland wird Stufe 1 bereits ab 10.000 Euro erreicht. Der Basissatz beträgt 6,67 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer; die Sätze können bis auf 3 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer sinken. Die konkrete Provision hängt von Stufe und Kategorie ab. Berechnet wird sie auf den Artikelpreis inklusive der darin enthaltenen Mehrwertsteuer, nicht auf Versand- und weitere Kosten. Zahlungsabwicklungs- und sonstige Verkäufergebühren bleiben bestehen.

Whatnot führt ein neues Provisionsmodell ein, das höhere Verkaufsvolumina mit niedrigeren Sätzen belohnt. Wie Channelx.world berichtet, gilt die Struktur seit dieser Woche für bestehende Verkäufer; neue Verkäufer sollen in der folgenden Woche einsteigen. Grundlage ist der Umsatz über alle Kategorien hinweg: Je mehr ein Verkäufer in einer Vier-Wochen-Periode erzielt, desto höher fällt die Stufe aus und desto niedriger kann die Verkaufsprovision in der nächsten Periode werden.

Dynamische Stufen nach 28 Tagen Umsatz

Maßgeblich ist der Gesamtwert abgeschlossener Bestellungen über 28 Tage. Dieser Wert bestimmt die Provisionsstufe für den jeweils folgenden Zeitraum. Eine separate Bewerbung oder Registrierung ist nicht erforderlich; das System ordnet Verkäufer automatisch ein. Überschreitet ein Verkäufer während einer laufenden Periode eine höhere Schwelle, wirkt sich das erst auf die nächste Abrechnungsphase aus. Der einmal erreichte Satz bleibt für den laufenden Zeitraum gesperrt.

Die reduzierte Provision betrifft ausschließlich die Whatnot-Verkaufsprovision. Gebühren für Payment-Processing und weitere Verkäufergebühren bleiben bestehen. Zudem zählt der Umsatz zwar über alle Kategorien hinweg zur Einstufung, die konkrete Provision kann innerhalb einer Stufe je Kategorie variieren. Bei Live-Verkäufen richtet sich der Satz nach der Kategorie der Show, bei Marketplace-Verkäufen nach der Kategorie des Produkts.

Deutschland: Stufe 1 ab 10.000 Euro in vier Wochen

Nach Angaben von Whatnot für den deutschen Markt wird Stufe 1 bereits mit einem Gesamtumsatz von 10.000 Euro über vier Wochen erreicht. Ausgehend von einem Basissatz von 6,67 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer können die Verkaufsprovisionen auf bis zu 3 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer sinken. Der konkrete Satz hängt von der erreichten Stufe und der jeweiligen Kategorie ab.

Für die Einstufung zählt der Gesamtumsatz über alle Kategorien hinweg. Die einzelnen Verkäufe können dennoch unterschiedlichen Kategoriesätzen unterliegen. Die hier genannten Schwellen und Sätze beziehen sich auf Deutschland; Angaben aus dem britischen Markt lassen sich nicht auf deutsche Verkäufer übertragen.

Abgrenzung zu Ebay über die Bemessungsgrundlage

Whatnot setzt die Änderung auch kommunikativ gegen andere Marktplätze, insbesondere Ebay, in Szene. Der Anbieter betont, die Verkaufsprovision nur auf den Artikelpreis, nicht auf Versand- und weitere Kosten zu erheben. In Deutschland enthält der Artikelpreis bereits die Mehrwertsteuer. Diese ist somit Bestandteil der Bemessungsgrundlage. Davon zu unterscheiden ist die Mehrwertsteuer, die zusätzlich auf die Verkaufsprovision anfällt.

Zum Start berechnete Whatnot die Einstufung rückwirkend anhand der Verkäufe vom 24. August bis 20. September, jeweils von Mitternacht bis Mitternacht im lokalen Markt. Der neue Satz wurde am 21. September um 0 Uhr lokaler Zeit aktiviert.

Korrektur vom 23. September 2026: Die zunächst genannten britischen Gebührenbeispiele wurden durch die von Whatnot mitgeteilten Angaben für Deutschland ersetzt. Die Bemessungsgrundlage wurde entsprechend präzisiert.

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