Whatnot staffelt seine Verkaufsprovision seit dieser Woche nach Umsatz, berichtet Channelx.world. Maßgeblich sei der Umsatz über alle Kategorien in 28 Tagen: Er bestimme den Satz für die folgende Periode, der bis auf drei Prozent sinken könne. Eine Anmeldung brauche es nicht. Wer mitten in der Periode eine Schwelle überschreite, spare erst in der nächsten. Innerhalb einer Stufe könne der Satz je Kategorie variieren, an Zahlungs- und sonstigen Gebühren ändere sich nichts. Seitenhieb auf Ebay: Whatnot verlange Provision nur auf den Artikelpreis, nicht auf Versand und Steuern.
Whatnot führt ein neues Provisionsmodell ein, das höhere Verkaufsvolumina mit niedrigeren Sätzen belohnt. Wie Channelx.world berichtet, gilt die Struktur seit dieser Woche für bestehende Verkäufer; neue Verkäufer sollen in der folgenden Woche einsteigen. Grundlage ist der Umsatz über alle Kategorien hinweg: Je mehr ein Verkäufer in einer Vier-Wochen-Periode erzielt, desto höher fällt die Stufe aus und desto niedriger kann die Verkaufsprovision in der nächsten Periode werden.
Dynamische Stufen nach 28 Tagen Umsatz
Maßgeblich ist der Gesamtwert abgeschlossener Bestellungen über 28 Tage. Dieser Wert bestimmt die Provisionsstufe für den jeweils folgenden Zeitraum. Eine separate Bewerbung oder Registrierung ist nicht erforderlich; das System ordnet Verkäufer automatisch ein. Überschreitet ein Verkäufer während einer laufenden Periode eine höhere Schwelle, wirkt sich das erst auf die nächste Abrechnungsphase aus. Der einmal erreichte Satz bleibt für den laufenden Zeitraum gesperrt.
Die reduzierte Provision betrifft ausschließlich die Whatnot-Verkaufsprovision. Gebühren für Payment-Processing und weitere Verkäufergebühren bleiben bestehen. Zudem zählt der Umsatz zwar über alle Kategorien hinweg zur Einstufung, die konkrete Provision kann innerhalb einer Stufe je Kategorie variieren. Bei Live-Verkäufen richtet sich der Satz nach der Kategorie der Show, bei Marketplace-Verkäufen nach der Kategorie des Produkts.
UK-Tabelle zeigt deutliche Unterschiede nach Kategorie
Für britische Verkäufer nennt Whatnot Umsatzstufen von unter 10.000 Pfund bis 85.000 Pfund und mehr. In Sports und TCG sinkt der Satz laut Tabelle von 6,67 Prozent auf 5,25 Prozent. Fashion startet ebenfalls bei 6,67 Prozent und fällt bis auf 4,25 Prozent. Coins beginnen niedriger bei 4,00 Prozent und erreichen in der höchsten Stufe 3,50 Prozent. Allgemein verweist Whatnot darauf, dass Raten bis auf 3 Prozent sinken können.
Ein zentraler Punkt der neuen Struktur ist die Berechnung über alle Kategorien. Erzielt ein Verkäufer etwa 10.000 Pfund mit Fashion und 5.000 Pfund mit Toys, zählt für die Einstufung ein Gesamtumsatz von 15.000 Pfund. Die einzelnen Verkäufe können dennoch unterschiedliche Kategoriesätze auslösen. Damit verbindet Whatnot eine einheitliche Volumenlogik mit kategorieabhängigen Gebühren.
Abgrenzung zu Ebay über die Bemessungsgrundlage
Whatnot setzt die Änderung auch kommunikativ gegen andere Marktplätze, insbesondere Ebay, in Szene. Der Anbieter betont, die Verkaufsprovision nur auf den Artikelpreis zu erheben. Versandkosten und Steuern fließen demnach nicht in die Whatnot-Provision ein. Als Beispiel nennt Whatnot einen Artikelpreis von 10 Dollar, zuzüglich 4,99 Dollar Versand und 0,85 Dollar Umsatzsteuer: Bei 8 Prozent Whatnot-Provision ergeben sich 0,80 Dollar, während ein anderer Marktplatz bei 6 Prozent auf die komplette Transaktion von 15,84 Dollar auf 0,95 Dollar käme.
Zum Start berechnete Whatnot die Einstufung rückwirkend anhand der Verkäufe vom 24. August bis 20. September, jeweils von Mitternacht bis Mitternacht im lokalen Markt. Der neue Satz wurde am 21. September um 0 Uhr lokaler Zeit aktiviert.

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