Foto: Person fotografiert einen hellen Holzstuhl in einer aufgeräumten Wohnung für den Wiederverkauf.
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Ikeas Second-Hand-Marktplatz kommt nach Deutschland

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Ikea-Family-Mitglieder können laut Pressemitteilung ab 14. Oktober auch in Deutschland gebrauchte Ikea-Produkte untereinander handeln. Das Einstellen sei kostenlos, die Plattform schlage Preise vor. Wer verkauft, bekomme Geld aufs Konto oder eine Ikea-Gutschrift mit 15 Prozent Aufschlag. In den ersten sechs Märkten habe der Marktplatz bis Ende August 95.700 Inserate und 15 Mio. Besuche gezählt. Den nächsten Schritt teste Ikea in Spanien und Portugal: Dort solle bis Ende Dezember jeder Inserent optional ein Rückkaufangebot von Ikea bekommen.

Ikea öffnet seinen Second-hand-Marktplatz für weitere Märkte und bringt das Angebot am 14. Oktober nach Deutschland. Laut Pressemitteilung können Ikea-Family-Mitglieder dort gebrauchte Ikea-Produkte direkt untereinander kaufen und verkaufen. Das Einstellen ist kostenlos. Die Plattform unterstützt beim Erkennen des Produkts und ergänzt nützliche Angaben wie Produktinformationen, Bilder, Maße und einen Preisvorschlag.

Für Verkäufer bleibt die Auszahlung flexibel: Nach einem erfolgreichen Verkauf können sie zwischen einer Überweisung auf das Bankkonto und einer digitalen Ikea-Gutschrift wählen. Diese Refund Card bietet 15 Prozent zusätzlichen Wert und kann bei Ikea genutzt werden. Damit verbindet der Konzern den privaten Weiterverkauf mit einem Anreiz, Erlöse wieder im eigenen Ökosystem einzusetzen.

Second-hand als wachsender Ikea-Kanal

Der Marktplatz ist bereits in Spanien, Norwegen, Portugal, Polen, Schweden und Belgien aktiv. Mit dem Start in Großbritannien und Irland läuft er nun in acht europäischen Märkten; Deutschland folgt als nächster Markt. In den ersten sechs Märkten verzeichnete die Plattform bis zum 31. August 2026 15 Millionen Besuche und 95.700 Inserate. Zugleich schafft das Angebot neue Kundenkontakte: 25,5 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sind neue oder reaktivierte Ikea-Family-Mitglieder.

Die Preispositionierung ist ein zentraler Bestandteil des Angebots. Gebrauchte Ikea-Produkte, die auf der Plattform eingestellt werden, können im Durchschnitt 60 Prozent günstiger sein als vergleichbare neue Artikel von Ikea. Für Kundinnen und Kunden entsteht damit ein zusätzlicher Weg, Möbel innerhalb eines begrenzten Budgets zu kaufen. Ikea verweist außerdem darauf, dass eigene Produkte geschätzt 9 Prozent des Second-hand-Markts für Wohn- und Einrichtungsausstattung ausmachen.

Rückkauf und Transport werden getestet

Den nächsten Ausbauschritt testet Ingka Group, der größte Ikea-Händler, in Portugal und Spanien. Dort soll der bestehende Buyback-Service bis Ende Dezember 2026 testweise mit dem Marktplatz verbunden werden. Wer ein geeignetes Produkt inseriert, kann dann optional ein direktes Angebot von Ikea erhalten, solange der Artikel gelistet ist. Verkäufer entscheiden anschließend, ob sie an eine andere Person verkaufen oder das Produkt in ein Ikea-Einrichtungshaus bringen und den Rückkauf abschließen.

Parallel prüft Ikea neue Ansätze für die Logistik rund um gebrauchte Möbel. Besonders größere Artikel sollen leichter von einem Haushalt zum anderen gelangen. Ein Test mit TippTapp läuft derzeit in Portugal und Schweden: Die Lösung verbindet Kundinnen und Kunden, die Hilfe beim Transport benötigen, mit Personen, die den Transport übernehmen können. Im Geschäftsjahr 2025 hat Ingka Group bereits fast 686.500 gebrauchte Ikea-Produkte über Buyback zur Wiedervermarktung beschafft. Der nächste konkrete Prüfpunkt ist die Anbindung des Rückkaufangebots in Spanien und Portugal bis Ende Dezember 2026.

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