Foto: Hände verpacken einen grauen Strickpullover neben Büchern vor einem unscharfen Weihnachtsbaum.
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Weihnachten: 62 Prozent der Amerikaner wollen Gebrauchtes verschenken

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62 Prozent der US-Amerikaner planen in der Weihnachtssaison Second-Hand-Käufe, zitiert Fashionnetwork.com eine Umfrage von ThredUp. Wer gebraucht kaufen will, plane dafür gut ein Drittel seines Geschenkbudgets ein, bei Millennials 45 Prozent. Knapp jeder Dritte erwarte, so mehr Menschen beschenken zu können. Als Geldquelle tauge der Wiederverkauf: Mehr als die Hälfte habe Eigenes verkauft oder wolle das tun, um die Feiertage zu stemmen.

Second-Hand-Geschenke rücken in den USA zur Weihnachtssaison 2026 deutlich in den Mainstream. Laut ThredUps „2026 Holiday Resale Report“, über den FashionNetwork.com berichtet, planen 62 Prozent der US-Amerikaner, gebrauchte Artikel als Geschenke zu kaufen. Zugleich würden 55 Prozent lieber ein einzigartiges Second-Hand-Stück erhalten als ein neues, massenproduziertes Vergleichsprodukt.

Die Zahlen zeigen ein verändertes Kaufverhalten: Second-Hand wird im Weihnachtsgeschäft zunehmend als persönliche und individuelle Geschenkoption wahrgenommen. ThredUp-Chef James Reinhart beschreibt gebrauchte Geschenke entsprechend als aufmerksamere Wahl, weil viele Konsumenten nach Produkten suchen, die sich persönlicher und einmaliger anfühlen.

Resale wird Teil des Geschenkbudgets

Unter den Verbrauchern, die Wiederverkaufsware kaufen wollen, sollen Second-Hand-Artikel im Schnitt 37 Prozent des Geschenkbudgets ausmachen. Bei Millennials liegt der Anteil mit 45 Prozent noch höher. Knapp 30 Prozent der Befragten erwarten außerdem, durch gebrauchte Geschenke mehr Menschen beschenken zu können. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 23 Prozent.

Der Trend trifft auf eine angespannte Ausgabensituation. Amerikaner rechnen im November und Dezember mit mehr als doppelt so vielen sozialen Anlässen wie in einem üblichen Zweimonatszeitraum. Bereits in der vergangenen Weihnachtssaison nahmen 74 Prozent mindestens einen finanziellen Kompromiss in Kauf. Am häufigsten verzichteten sie auf etwas für sich selbst oder gaben für ein Geschenk weniger aus als gewünscht.

Verkaufen, um die Feiertage zu finanzieren

Resale dient dabei nicht allein als Einkaufskanal, sondern auch als zusätzliche Geldquelle. 53 Prozent der Befragten haben eigene Artikel verkauft oder planen dies, um Feiertagsausgaben zu decken. Unter der Generation Z steigt der Anteil auf 66 Prozent, bei Millennials sogar auf 69 Prozent. Damit wird der Wiederverkauf zu einem praktischen Instrument, um die Kosten der Saison abzufedern.

Auf ThredUps Direct-Listing-Plattform zählen vor der Weihnachtssaison vor allem Handtaschen von Tory Burch, Coach und Longchamp zu den ertragsstarken Artikeln. Auch Anlassmode sowie Contemporary-Labels wie Dôen, Veronica Beard und Ulla Johnson gehören laut Bericht zu den gefragten Segmenten.

Für ThredUp spiegelt sich die Entwicklung bereits im Geschäft wider. Die Weihnachtssparte wuchs in den vergangenen zwei Jahren schneller als der Gesamtumsatz: Die Zahl verkaufter Feiertagsartikel stieg zwischen 2023 und 2025 um 37 Prozent, während das Gesamtjahr um 22 Prozent zulegte.

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