Aldi Süd ist jetzt Mieter bei Allianz

Aldi Süd ist jetzt Mieter bei Allianz

2 Min.Aktualisiert am
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Die Übernahme ist vollendet: Rund 80 Aldi-Immobilien sind in den Besitz von Allianz übergegangen. Der Versicherungskonzern und der Discounter haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart.

Nähere Angaben wollte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage nicht machen. Er sagte lediglich: "Das ist eine normale Immobilieninvestition, so wie wir sie seit Monaten immer wieder tätigen." Die Pläne für den Kauf waren bereits vor einigen Tagen bekanntgeworden.

"Ein weiterer Meilenstein"

Die Filialen sind langfristig vermietet und haben eine Verkaufsfläche von durchschnittlich 900 Quadratmeter je Objekt. "Wir wollen das Immobilienvolumen der Allianz durch Investitionen in ertragsstarke Immobilien deutlich erhöhen", sagte der Chef von Allianz Real Estate Germany, Stefan Brendgen. "Der Erwerb dieses Portfolios ist ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg, den wir konsequent weiter verfolgen werden."

Die Allianz-Immobilientochter hat einen ihrer Schwerpunkte auf Einzelhandelsobjekte gelegt, sich bisher aber vor allem bei großen Shopping-Centern in Metropolen wie Rom, Paris und Budapest engagiert. Die Übernahme der Aldi-Süd-Filialen sei eine eher neue Form der Investition, sagte der Sprecher.

Stetige Einnahmequelle

Das Unternehmen will sein gesamtes Portfolio um- und ausbauen und die Immobilienbestände inklusive Fondsinvestitionen von derzeit 17 auf 30 Milliarden Euro aufstocken. Generell gelten Immobilien in Niedrigzinsphasen wie derzeit als stetige Einnahmequelle. Darauf sind gerade Lebensversicherer, die ihren Kunden eine Zinsgarantie auf Lebens- und Rentenpolicen geben, angewiesen.
Bei Aldi Süd war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Insgesamt betreiben die Regionalgesellschaften der Aldi-Süd-Gruppe laut Internat-Angaben in West- und Süddeutschland mehr als 1.780 Filialen. Hinzu kommen 2.530 Filialen bei den internationalen Gesellschaften, unter anderem in den USA, Australien, Großbritannien, Irland, Österreich und Griechenland.
Die Allianz hatte das Vorhaben erst am 10. August beim Bundeskartellamt angemeldet. Eine Anmeldepflicht für solche Transaktionen beim Bundeskartellamt ergibt sich ab einer bestimmten Umsatzschwelle der beteiligten Unternehmen.

Bei der Prüfung ergaben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass durch den Kauf eine marktbeherrschende Stellung entstehen oder verstärkt werden könnte, wie eine Sprecherin der Behörde am Freitag sagte.

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