Amazon-Belegschaft in Bad Hersfeld votiert für Streik

Amazon-Belegschaft in Bad Hersfeld votiert für Streik

Mit einer deutlichen Mehrheit stimmten die Mitarbeiter im größten deutschen Logistikzentrum von Amazon für einen Arbeitskampf. (Aktualisiert)

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Damit werde ein Streik bei Amazon in Bad Hersfeld immer wahrscheinlicher, sagte Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Schiederig der Mitteilung zufolge am Montagmorgen. Verdi verlangt von dem Unternehmen, den Tarifvertrag für den Einzel- und Versandhandel anzuerkennen und damit weit höhere Gehälter zu zahlen als zur Zeit.

Für die einzelnen Beschäftigten würde das laut Gewerkschaft bis zu 9.000 Euro brutto im Jahr ausmachen. An den beiden Amazon-Standorten in Bad Hersfeld arbeiten rund 3300 Menschen.

Amazon spricht von reinem Versandzentrum

Das amerikanische Unternehmen orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche. "Unsere Mitarbeiter liegen mit ihrem Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist", hatte zuletzt eine Amazon-Sprecherin die Personalpolitik verteidigt. Bei dem Standort in Bad Hersfeld handle es sich um ein reines Versandzentrum.

"Unsere Mitarbeiter dort leisten logistische Tätigkeiten - Kommissionierung, Verpackung und Versendung von Waren", sagte die Sprecherin weiter. Deshalb laufe die Verdi-Argumentation ins Leere. Man sei zu weiteren "informellen Gesprächen" mit Verdi bereit, es gäbe jedoch "derzeit zu wenige Gemeinsamkeiten, um Verhandlungen aufzunehmen".

Auch am Amazon-Standort in Leipzig hatten 97 Prozent der Verdi-Mitglieder bei einer Urabstimmung Anfang April für einen Streikt votiert.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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