Amazon droht der nächste Streik

Amazon droht der nächste Streik

Dem Internetgiganten Amazon droht nun auch an seinem größten deutschen Logistikstandort in Bad Hersfeld ein Streik der Belegschaft. Verdi kündigt eine Urabstimmung an.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Amazon teilte mit, das Unternehmen sei weiter zu informellen Gesprächen bereit, sehe aber derzeit wenige Gemeinsamkeiten, um Verhandlungen aufzunehmen.

Verdi kündigte an, im Lauf des Aprils werde nun eine Urabstimmung vorbereitet. Für einen Streik ist eine Zustimmung von 75 Prozent der Mitglieder erforderlich. Verdi sei zuversichtlich, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der 3200 Beschäftigten mit den Mitteln des Arbeitskampfes verbessern zu können, sagte ein Verdi-Vertreter. Am Dienstag will Verdi die Beschäftigten vor den beiden Versandcentern in Bad Hersfeld über die Haltung des Unternehmens informieren.

Verdi will das Unternehmen dazu bewegen, sich an den Tarifvertrag für den Versand- und Einzelhandel zu binden. Amazon orientiert sich hingegen an der Bezahlung der Logistikbranche. "Dadurch bekommt ein Beschäftigter 9.000 Euro brutto weniger im Jahr", rechnete Verdi exemplarisch vor. Bundesweit beschäftigt Amazon 9.000 Mitarbeiter.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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