Während die Branche sich noch Gedanken über Amazon Fresh und die Auswirkungen von Amazon Echo macht, erobert der Online-Riese längst still und leise neue Märkte, die noch dazu im E-Commerce teilweise eher noch eine Randerscheinung sind.
Auf deutlich kleinerem Niveau (USA: 5 Milliarden Dollar, Deutschland: 600 Millionen Euro) macht Amazon in Deutschland im Jahresvergleich im DIY-Segment gewaltige 45 Prozent Umsatzwachstum. Hilfreich für Amazon ist dabei, dass die internetaffinen Millennials nun zunehmend eigene vier Wände haben und für Bohrer, Sägen und Nägel einen klassischen Baumarkt gar nicht mehr so sehr auf dem Radar haben.
The Amazon Effect: Tools & Home Improvement from One Click Retail
Auch bei Haushaltsgeräten droht den etablierten Anbietern somit Ungemach. Zwar noch auf kleiner Flamme, jagt Amazon auch hier erfolgreich wachsenden Marktanteilen hinterher. Während der Gesamtmarkt um knapp zehn Prozent wächst, legt Amazon um 33 Prozent zu.
Auch wenn es kleinteilig wird, macht Amazon im Haushalt zunehmend Geschäfte: Saisonale Deko-Artikel legten bei Amazon 2016 beispielsweise um 65 Prozent zu, Wohn-Deko gewinnt 42 Prozent.Nicht das einzige Segment, in dem Amazon zunehmend wildert. Erst kürzlich hatte der E-Commerce-Marktforscher metoda Alarm geschlagen, dass es nun den deutschen Drogerieketten an den Kragen geht, weil das Wachstum des US-Riesen mit Beauty- und Pflegeprodukten den Markt aussticht.
