
Amazon freut sich über hohe Benzinpreise
Gewinnsprung beim Internethändler Amazon - nicht zuletzt, weil die Amerikaner angesichts der hohen Benzinpreise lieber online einkaufen.
Björn BöerChefredakteurDer Internet-Händler profitierte zudem von Einmalgewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen. So trugen zum operativen Gewinn in Höhe von 217 Millionen Dollar beispielsweise 53 Millionen Dollar aus dem Verkauf des europäischen DVD-Verleih-Services an „LoveFilm” bei.
Quartalsumsatz steigt um ein knappes Drittel
Mit Büchern, Musik und Filmen setzte Amazon insgesamt 2,41 Milliarden um, 31 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2007. Der Umsatz mit elektronischen Geräten und anderen Waren betrug 1,53 Milliarden Dollar - ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In den USA wuchs der Umsatz um 35 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar, international um 47 Prozent auf 1,89 Milliarden.
Mit seinen Zahlen übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich. Für das Gesamtjahr erwartet Amazon nun einen Umsatz um 20 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis soll um bis zu 40 Prozent auf 920 Millionen Dollar steigen.
Analysten führen die Zuversicht unter anderem auf die Annahme zurück, die Amerikaner neigten wegen der hohen Benzinpreise eher dazu, online einzukaufen.
Das ist auch die Erklärung, die Amazon-Chef Jeff Bezos für die guten Zahlen hat: Neben den günstigen Preisen und dem kostenlosen Versand trage die Benzinverteuerung zu den guten Ergebnis bei, denn sie mache den Online-Einkauf für Konsumenten attraktiver.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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