Amazon übernimmt Versender Lovefilm

Amazon übernimmt Versender Lovefilm

Amazon übernimmt den Internet-Filmverleiher Lovefilm nun vollständig. Seit 2008 hatte der Onlinehändler an dem Portal eine Minderheitsbeteiligung, weil Amazon den eigenen Filmverleih an Lovefilm verkauft hatte.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Finanzielle Details zu der Transaktion gibt Amazon nicht preis. Allerdings wird Lovefilm nach Angaben der "Financial Times" zum Zeitpunkt der Übernahme mit knapp 200 Millionen Pfund (rund 237 Mio Euro) bewertet. Amazon hielt dem Vernehmen nach mit 42 Prozent allerdings bereits einen gewichtigen Anteil

2008 stieg Amazon aus dem Geschäft aus

"Amazon hält bereits eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an Lovefilm und verfügt selbst derzeit nicht über einen entsprechenden europäischen Geschäftsbereich", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Das stimmt, denn erst vor knapp zwei Jahren hatte Amazon sein eigenes Videoverleih-Geschäft in Deutschland und Großbritannien an Lovefilm abgegeben und im Gegenzug besagte Minderheitsbeteiligung bekommen.

"Lovefilm hat über viele Jahre die Standards im europäischen Filmverleih gesetzt", ist Greg Greeley, Vice President European Retail bei Amazon, überzeugt. Mit seinem Lovefilm-Player sei das Unternehmen nun "ausgezeichnet aufgestellt, um die wachsende Nachfrage nach Filmen im digitalen Format zu befriedigen."

Lovefilm International ist derzeit in Großbritannien, Deutschland, Schweden,
Norwegen und Dänemark aktiv. Die Übernahme verstehe sich vorbehaltlich handelsüblicher, abschließender Konditionen einschließlich der behördlichen Genehmigungen, teilt Amazon mit. Der Abschluss der Akquisition erwartet der Onlinehändler für das erste Quartal 2011.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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