Amazon: Umsatz rauf, Aktienkurs runter

Amazon: Umsatz rauf, Aktienkurs runter

Das Jahr 2010 lief dank Weihnachten und E-Book-Reader Kindle richtig gut für Amazon. Die Börsianer nörgeln trotzdem und lassen den Aktienkurs des weltgrößten Onlinehändlers zeitweise um 10 Prozent einbrechen.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Gewinn im vierten Quartal kletterte demnach um acht Prozent auf 416 Millionen Dollar (rund 303 Millionen Euro), der Jahresgewinn um 28 Prozent auf 1,15 Milliarden Dollar (etwa 840 Millionen Euro).

Buch-Downloads überholen gedruckte Bücher

"Dank unserer Kunden haben wir zwei große Meilensteine erreicht", freut sich Jeff Bezos, Gründer und Geschäftsführer von Amazon. Das erste Mal in der Firmengeschichte lag der Umsatz über 10 Milliarden Dollar, und die Zahl der Buch-Downloads war höher als bei den verkauften gedruckten Büchern.

Demnach kommen derzeit auf 100 Taschenbücher, die Amazon verkauft, 115 Downloads für das hauseigene Lesegerät. Wie viele E-Book-Reader der dritten Generation der Versender tatsächlich verkauft hat, bleibt allerdings das Geheimnis des Firmen-Gründers.

Börsenkurs bricht ein

Die eigentlich guten Zahlen waren den Börsenhändlern an der New Yorker Wall Street jedoch nicht gut genug: Zwar konnte Amazon beim Nettogewinn die Erwartungen der Analysten leicht übertreffen und verdiente statt der prognostizierten 88 US-Cent je Aktie 91 Cent.

Aber der um immerhin 36 Prozent gestiegene Umsatz im Schlussquartal enttäuschte die Analysten, die mit einem Erlös von mehr als 13 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die Folge: In der Spitze brach die Aktie an der Wall Street um 10 Prozent auf 166 Dollar (etwa 121 Euro) ein.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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