Die Feiertage stehen vor der Tür. Die Gewerkschaft Verdi versucht mal wieder, den Versandriesen Amazon mit Streiks für einen Tarifvertrag zu ärgern. Doch der Onlinehändler gibt sich weiterhin unbeeindruckt.
150 Mitarbeiter streiken in Leipzig
In Leipzig legten die Mitarbeiter am Vormittag die Arbeit nieder. Etwa 150 Beschäftigte seien in den Ausstand getreten und zur Leipziger Buchmesse gefahren, um mit Besuchern über Amazon ins Gespräch zu kommen, sagte Verdi-Bereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Der Streik sollte bis zum Ende der Spätschicht dauern.
Verdi will Amazon dazu bewegen, einen Tarifvertrag abzuschließen, der sich nach den Konditionen des Versand- und Einzelhandels richtet. Der deutsche Ableger des US-Konzern verweigert dies bisher strikt. Das Unternehmen reagierte gelassen auf die Streikankündigungen. "Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass sie Ihre Waren pünktlich bekommen", sagte eine Sprecherin. "Wie vor Weihnachten werden wir dafür unser gesamtes Netzwerk nutzen", sagte sie. Die überwiegende Mehrheit habe sich an den bisherigen Streiks nicht beteiligt.
