Amazon: Verdi kündigt Streiks vor Ostern an

Amazon: Verdi kündigt Streiks vor Ostern an

Die Feiertage stehen vor der Tür. Die Gewerkschaft Verdi versucht mal wieder, den Versandriesen Amazon mit Streiks für einen Tarifvertrag zu ärgern. Doch der Onlinehändler gibt sich weiterhin unbeeindruckt.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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"Damit die Geschäftsführung begreift, wie wichtig Verlässlichkeit und Sicherheit im Alltag ist, werden die Kolleginnen und Kollegen vor Ostern mit flexiblen Streiks ein weiteres Zeichen setzen und für Unsicherheit im Arbeitsablauf sorgen", erklärte Nutzenberger. Die Kunden sollten sich in den Tagen vor dem Fest darauf einstellen, dass es auch kurzfristig immer wieder zu Arbeitsniederlegungen an fast allen Standorten kommen könne.

150 Mitarbeiter streiken in Leipzig

In Leipzig legten die Mitarbeiter am Vormittag die Arbeit nieder. Etwa 150 Beschäftigte seien in den Ausstand getreten und zur Leipziger Buchmesse gefahren, um mit Besuchern über Amazon ins Gespräch zu kommen, sagte Verdi-Bereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Der Streik sollte bis zum Ende der Spätschicht dauern.

Verdi will Amazon dazu bewegen, einen Tarifvertrag abzuschließen, der sich nach den Konditionen des Versand- und Einzelhandels richtet. Der deutsche Ableger des US-Konzern verweigert dies bisher strikt. Das Unternehmen reagierte gelassen auf die Streikankündigungen. "Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass sie Ihre Waren pünktlich bekommen", sagte eine Sprecherin. "Wie vor Weihnachten werden wir dafür unser gesamtes Netzwerk nutzen", sagte sie. Die überwiegende Mehrheit habe sich an den bisherigen Streiks nicht beteiligt.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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