Amazon verdient weiterhin wenig Geld

Amazon verdient weiterhin wenig Geld

Stark beim Umsatz, schwach beim Gewinn. So liest sich die Amazon-Bilanz des ersten Quartals. Der Grund: Den Kampf um Marktanteile lässt sich der Onlinehändler einiges kosten.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Gewinn verbesserte sich um knapp 32 Prozent auf 108 Millionen Dollar (etwa 78,20 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Aktie legte nachbörslich zeitweise um gut zwei Prozent zu.

Dass der Gewinn bei Amazon im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen eher mager ausfällt, liegt an den hohen Investitionen, die Konzernchef Jeff Bezos in Produkte wie den Tablet-Computer Kindle Fire oder in Versandzentren steckt. Zuletzt verdichteten sich die Hinweise auf ein eigenes Smartphone.

Umsatz soll weiter wachsen, operativ ist Verlust eingeplant

Bezos will zunächst Marktanteile gewinnen und später mit dem Dienste-Angebot Geld verdienen, etwa an Filmen oder Musik. Zuletzt stellte der Konzern das Empfangsgerät Fire TV vor, das Inhalte aus dem Internet auf den Fernseher bringen kann. Im ersten Quartal stiegen die Ausgaben für Technologie und Inhalte um 44 Prozent auf 1,99 Milliarden Dollar (1,44 Milliarden Euro). Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem operativen Verlust zwischen 55 und 455 Millionen Dollar bei einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 26 Prozent.

Das Unternehmen ist die Nummer eins im Onlinehandel und versucht diese Stellung zu festigen. Nur Stunden vor der Bilanzvorlage berichtete das "Wall Street Journal" von Amazons Ambitionen, vermehrt auch die Lieferung der Pakete an die Kunden selbst zu übernehmen. In kleinerem Umfang geschieht dies schon.

Zudem ist Amazon einer der weltgrößten Anbieter von Computerdiensten aus der Internet-Cloud. Der Konzern steht dabei in scharfem Wettbewerb mit Google und Microsoft. Zuletzt lieferten sich die Rivalen einen Preiskampf.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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