
Amerikaner greifen nach Schlecker
Zwei amerikanische Investoren wollen laut einem Medienbericht Schlecker kaufen - und gehören zu den drei Top-Interessenten im Rennen um die insolvente Drogeriekette.
David WöllensteinRedakteurDirk Roßmann, Chef des Schlecker-Wettbewerbers Rossmann, hatte im Januar auch grundsätzliches Interesse an der Übernahme von bis zu 80 Filialen von Schlecker oder deren Tochter IhrPlatz in guten Lagen wie Bahnhöfen signalisiert. Ein von Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz favorisiertes Gesamtgebot sei für ihn jedoch kein Thema, stellte er klar.
Roßmann bleibt skeptisch
Er könne sich aber weiterhin vorstellen, dass nach der Schließung von mehr als 2.000 Filialen viele der gekündigten Schlecker-Mitarbeiter auch in seiner Firma unterkommen, sagte Roßmann. Die Drogeriekette will ihre Marktposition nach der Insolvenz des Rivalen ausbauen.
Die Aussichten für Schlecker sieht Roßmann skeptisch. Der Drogeriemarkt sei hart umkämpft und der Preiswettbewerb im deutschen Einzelhandel extrem hart. "Wir hauen uns hier die Preise um die Ohren wie in keinem anderen Land der Welt."
Schlecker war bis zu seiner Zahlungsunfähigkeit Mitte Januar die Nummer eins auf dem heftig umkämpften deutschen Drogeriemarkt. Der Umsatz war 2011 von brutto 6,55 Milliarden auf rund 5 Milliarden Euro eingebrochen, derzeit sind noch 13.500 Mitarbeiter beschäftigt. 11.000 Mitarbeiter verloren bei Schlecker ihren Arbeitsplatz.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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