Bäcker: Aldi backt keine Brötchen

Bäcker: Aldi backt keine Brötchen

Die deutschen Bäcker wehren sich gegen die Backshops von Aldi Süd: Der Zentralverband des Bäckerhandwerks hat eine Klage wegen Irreführung der Verbraucher eingereicht.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Werbung für gebackenes Brot und Brötchen frisch aus dem Ofen sei eine Verbrauchertäuschung. In den Geräten, die keine Öfen seien, würden fertige Backwaren nur aufgewärmt und höchstens etwas gebräunt.

Aldi Süd mit 1.770 Filialen im Westen und Süden Deutschlands hatte vor einem Jahr angekündigt, flächendeckend Backautomaten in seinen Läden aufzustellen. Geworben wird etwa für Brötchen zu 15 Cent oder Brote für 1,59 Euro.

Zutatenangaben und Produktbezeichnungen beanstandet

Der Bäckerverband beanstandet zudem den Umgang mit Zutatenangaben und Produktbezeichnungen. So werbe Aldi für ein Roggenmischbrot mit der allgemeinen Angabe "mit 34 Prozent Roggenmehl". Wie Werner sagte, sehen branchenübliche Leitsätze für Roggenmischbrot jedoch einen Roggenmehlanteil von mindestens 50 Prozent vor, und zwar nur bezogen auf das Mehl und nicht das Endprodukt inklusive Wasser.

Wo Aldi Filialen mit den Backautomaten ausgestattet habe, hätten nahe Handwerksbäckereien teils deutliche Einbußen zu verzeichnen, sagte der Verbands-Hauptgeschäftsführer. Die Klage sei verfasst worden, nachdem die Discounterkette zuvor eine Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet habe. Beim Landgericht Duisburg lag die Klage am Montagnachmittag zunächst noch nicht vor. Der Zentralverband vertritt bundesweit rund 14.500 Bäckereibetriebe.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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