
Besser essen bei Karstadt
Der Karstadt-Eigentümer Signa und die Feinkostkette Eataly wollen per Joint Venture im deutschsprachigen Raum feine Lebensmittelhäuser eröffnen. Solche Ableger sind auch für Karstadt-Filialen angedacht.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentDie "Süddeutsche Zeitung" zitiert aus einem Konzeptpapier, in dem von 2.000 Produkten, einer Süßwarenabteilung mit 1.500 Artikeln sowie einem Weinkeller mit 1.200 verschiedenen italienischen Weinen und mehr als 100 Spirituosen die Rede ist. Ergänzt werden solle das Angebot von Fleisch-, Wurst- und Käsewaren sowie von Spezialitäten, die in Deutschland bislang nur selten zu finden sind.
Fünf weitere Standorte bis 2021
Die Schrannenhalle soll nur der Auftakt sein. "Unser Joint Venture sieht einen Businessplan mit weiterer Expansion an mindestens fünf Standorten bis 2021 vor", sagt Karstadt-Chef Stephan Fanderl. Es geht dabei um Standorte in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz sowie Österreich. Außerdem soll geprüft werden, ob einzelne Elemente des Eataly-Konzepts auch in die Karstadt-Warenhäuser integriert werden können, das gelte auch für kleinere Flächen.
Bei der neuen Partnerschaft soll von Eataly Ware, Vermarktungskonzept und fachspezifisches Training kommen. Signa ist für die gastronomische Systemkompetenz sowie die Immobilien zuständig.
Das erste Eataly-Geschäft war 2007 in Turin eröffnet worden. Heute verfügt die Kette weltweit über 26 Standorte - unter anderem in den USA, Brasilien, Dubai, Japan und der Türkei. Der Vollzug des Joint Ventures steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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