
Besseres Ranking: Google bevorzugt HTTPS-verschlüsselte Webseiten
Ich kaufe ein "S". Das ist gut für Google. Denn der Suchmaschinenriese will HTTPS-verschlüsselte Webseiten in den Suchergebnissen stärker gewichten als Websites mit "HTTP". Doch wie schnell sollte man jetzt als Website-Betreiber umsatteln?
Eine SSL-geschützte Verbindung ist an einem Schloss-Symbol in der Adressleiste des Browsers sowie der grünen-Adressleiste erkennbar. Dem Besucher einer Webseite werden nach Klick auf das Schloss-Symbol die wichtigsten Daten über den Inhaber sowie Aussteller des Zertifikats angezeigt.
Drei Zertifikatsarten
SSL Zertifikate einzurichten ist einfach. Es gibt drei Zertifikatsarten, jeweils für verschiedene Anforderungen.Wer beispielsweise nur eine Domain schützen möchte, für den sind Einzelzertifikate geeignet. Wildcardzertifikate schützen sämtliche einstufige Subdomains einer Domain. Wer mehrere Domains verwaltet, für den sind Multidomainzertifikate die richtige Wahl.
Zunächst aber soll HTTPS nur ein Faktor unter vielen in Googles Suchalgorithmus darstellen. Längerfristig will die Suchmaschine sicherheitsbewusste Seitenbetreiber, die ihr Onlineangebot mit HTTPS absichern, belohnen und dem SSL-Zertifikat mehr Bedeutung beimessen. „Webseitenbetreiber, die ein SSL-Zertifikat implementieren, tragen künftig zwei relevanten Punkten Rechnung: Sie gestalten die Kommunikation sicherer und optimieren ihr Ranking. Dies gilt nicht nur für Shops, die mit sensiblen Kundendaten umgehen, sondern bereits für kleinere Webseiten oder Blogs“, so Christian Heutger, Geschäftsführer beim Full-Service-Provider PSW GROUP.
Die drei Zertifikatsarten gibt es für verschiedene Validierungstypen: Domainvalidierte Zertifikate stellen eine Art Einsteiger-SSL-Zertifikat dar und sind geeignet für kleine und mittlere Webseiten und Shops. Bei der Ausstellung, die binnen 10 Minuten erfolgt, wird lediglich überprüft, ob der Antragsteller eine E-Mail an eine bestimmte Adresse innerhalb der geprüften Domain erhalten kann. Organisationsvalidierte Zertifikate gehen weiter und sind deshalb geeignet für mittlere bis große Seiten und Shops. Bei der Ausstellung wird geprüft, ob der Antragssteller auch die genannte Organisation ist. Dokumente und ein Telefonanruf werden zur Identitätsprüfung verwendet. Daneben existieren noch Extended Validation-Zertifikate, die eine ausführliche Organisationsprüfung voraussetzen und für Webseiten von Banken oder ähnliche Internetauftritte geeignet sind.
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Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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