
BEVH: Stimmung im E-Commerce auf Rekordhoch
Gute Nachrichten: Das Geschäftsklima des interaktiven Handels ist deutlich positiver als das in der deutschen Gesamtwirtschaft. Vor allem Unternehmen im Süd-Osten und im Westen bewerten ihre Geschäftslage zurzeit als sehr gut. Das geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) und Creditreform Boniversum hervor. Die gute Stimmung schlägt sich auch in der Investitionsbereitschaft der interaktiven Händler nieder: Sie ist um 6 Prozentpunkte au...
Das Schwächeln von Teleshopping und Katalog sowie Konzentrationsprozesse im Onlinehandel sorgen dafür, dass die Gesamtzahl der Unternehmen im interaktiven Handel nach Jahren des Aufschwungs 2013 erstmals wieder gefallen ist - um 2,3 Prozent auf nun 25.300. Die Zahl der gesamten Unternehmen der deutschen Wirtschaft ging um 4,4 Prozent zurück.
Die Stimmung im interaktiven Handel erreichte im Frühjahr 2014 ein neues Rekordhoch. Alle Basisindikatoren (Auftragseingang, Umsatz, Ertrag, Personalbestand) lagen deutlich höher als im Vorjahr. Insbesondere für die kleineren Unternehmen mit einem Umsatz von weniger als 5 Millionen Euro Umsatz hat sich Konjunkturklima verbessert. Sie können schneller von der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturerholung profitieren. Auch die Erwartungen für die nächsten Monate sehen äußerst freundlich aus. Allerdings ist das Bild nach Branchen uneinheitlich: Bei Anbietern von Technik und Bekleidung zeigt die Erwartungskurve des Konjunkturklimas nach oben, in den Bereichen Freizeit und Haushalt nach unten.
Halbwegs beruhigende Signale gibt es in puncto Retouren: Nur noch 15 Prozent der Unternehmen berichten in diesem Jahr von steigenden Rücksendungsquoten, im Vorjahr waren es noch 20 Prozent. Die meisten interaktiven Händler gehen von einer gleichbleibenden Retourenquote aus. Die Mehrheit der Unternehmen (59 Prozent) wollen die Versandkosten für Retouren auch künftig nicht an den Endkunden weitergeben.
Was die Studie auch zeigt: Die Internationalisierung nimmt zu. Acht von zehn interaktiven Händlern haben auch schon an Verbraucher im Ausland geliefert. Am häufigsten ist dies bei technisch-orientierten Produkten der Fall (85 Prozent). Besonders häufig gehen die Bestellungen in die Absatzmärkte Österreich (72 Prozent der Unternehmen), Schweiz (48 Prozent) und Frankreich (31 Prozent).
Die Studie "Die Wirtschaftslage im deutschen interaktiven Handel B2C 2013/2014" basiert unter anderem auf über 100 Interviews mit Entscheidungsträgern der Branche. Die wichtigsten Ergebnisse können hier als PDF heruntergeladen werden.
Redakteur
Klaus Janke ist freier Autor und Journalist mit dem Schwerpunkt Marketing und Medien. Daneben betreut er Corporate-Publishing-Projekte. Von 2000 bis 2008 arbeitete er für HORIZONT, zunächst als Ressortleiter Internet, dann als Ressortleiter Marketing. Davor war er unter anderem für die „WAZ“, für „Prinz“, seine eigene PR-Agentur und als Chefredakteur für das „Journal Frankfurt“ aktiv. Klaus Janke lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und bloggt unregelmäßig auch hier: www.jankesbuntewelt.com.
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