
Bezahldienst Square tief in roten Zahlen
Die zweite Firma des Twitter-Chefs Jack Dorsey sammelt weitere Verluste an, unter anderem wegen eines Rechtsstreits. Der Umsatz des Mobil-Bezahldienstes Square macht hingegen einen Riesensatz.
Thomas RehmRedakteurUmsatz von Square klettert um mehr als 50 Prozent
Der Umsatz sprang unterdessen im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent auf rund 379,3 Millionen Dollar hoch. Das war mehr als an der Börse erwartet worden war.
Square macht Bankkarten-Lesegeräte, mit denen Smartphones und Tablets als Kassengeräte eingesetzt werden können. Die Firma ist ein Pionier des Geschäftsmodells, mit dem auch Unternehmen in Europa aktiv sind.
Twitter-Mitgründer Dorsey bildete Square 2010, nachdem er bei dem Kurznachrichtendienst herausgedrängt worden war. Im vergangenen Jahr kehrte er auf den Chefposten bei Twitter zurück, behielt aber auch den Spitzenjob bei Square.
Kostspieliger Vergleich: 50 Millionen Dollar für einen Professor
Im vergangenen Quartal verbuchte Square Kosten von 50 Millionen Dollar für den Vergleich mit einem Universitäts-Professor, der in einer Klage 2014 erklärte, er habe die ersten Lesegeräte des Unternehmens entwickelt. Zudem stiegen die Kosten für die Produktentwicklung wegen der Arbeit an einer neuen Geräte-Generation im Jahresvergleich um 63 Prozent auf 65 Millionen Dollar.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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