Blitzstreik bei Amazon

Blitzstreik bei Amazon

Das Weihnachtsgeschäft rollt langsam an. Das weiß auch Verdi: Die Gewerkschaft hat die Beschäftigten von Amazon in Bad Hersfeld zu einem Tagesstreik aufgerufen.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Ausstand habe am Morgen des 9. November mit der Frühschicht begonnen und solle bis zum Ende der Spätschicht dauern, teilte die Gewerkschaft mit.

300 Streikende am Morgen

Weitere Standorte in Deutschland seien nicht betroffen, sagte eine Gewerkschaftssprecherin in Bad Hersfeld, wo der Versandhandelsriese zwei Warenlager betreibt. Am Morgen nahmen nach Verdi-Angaben 300 Angestellte am Ausstand teil.

Mit Blick auf das beginnende Weihnachtsgeschäft sagte Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke: "Amazon verlangt viel, aber gibt zu wenig. Die Beschäftigten wollen eine bessere Bezahlung, aber auch Respekt und Anerkennung durch einen Tarifvertrag." Verdi kritisiert, dass das Unternehmen keine Einzelhandels-Tarifverträge anwende und sich durch niedrigere Löhne Kostenvorteile verschaffe.

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft hat das Unternehmen bereits angekündigt, dass es 10.000 Saisonarbeiter einstellen will.

Gewerkschaft will Tarifvertrag

Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung des Tarifvertrags für den Einzel- und Versandhandel Hessen. Amazon lehnt Verhandlungen darüber ab. Deswegen kommt es seit dem Frühsommer 2013 immer wieder zu Streiks. Das Unternehmen sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung nach Logistiktarifen am oberen Ende des Branchenüblichen. In Deutschland betreibt Amazon neun Logistikzentren, unter anderem in Graben bei Augsburg, Bad Hersfeld, Leipzig, Pforzheim und Koblenz.

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Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

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