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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.
Björn BöerChefredakteurHANDEL NATIONAL
Breuninger jetzt auch in Dänemark, Schweden und Rumänien online
Der Stuttgarter Modehändler Breuninger startet Webshops in Dänemark, Schweden und Rumänien und ist damit in 13 europäischen Ländern online präsent, meldet Fashionunited.de. CEO Holger Blecker bezeichne die drei neuen Länder als attraktive Wachstumsmärkte mit ausgeprägter Vorliebe für Premium- und Luxusprodukte. Die Shops liefen auf Englisch sowie in den Landessprachen und führten Bekleidung, Schuhe, Beauty sowie Home & Living. Das parallel ausgebaute Marktplatz-Modell habe im Februar Österreich und im April die Niederlande erreicht.
Intershop verordnet sich KI-Kur und wird wieder profitabel
Intershop richtet seine Strategie auf Agentic-B2B-Commerce für den Mittelstand aus, meldet Retail-News.de. Mit dem „Spring Release 2026“ habe der Plattformanbieter neue KI-Agenten und Copiloten ergänzt, die Geschäftsprozesse automatisieren und Kosten senken sollen. Nach einem schwachen 2025 sei im ersten Quartal ein leicht positives Ebit von 0,1 Mio. Euro gelungen, der Cloud-Auftragseingang um acht Prozent gewachsen, der operative Cashflow auf 2,9 Mio. Euro gestiegen. Außerdem habe der Personalabbau die Kosten gedrückt.
Zalando spielt jetzt auch im DFB-Pokal mit
Zalando wird ab dem 1. Juli für vier Spielzeiten offizieller Partner des DFB-Pokals der Frauen und Männer sowie des Google Pixel Supercups der Frauen, meldet Fashionunited.de. Damit weite der Berliner Online-Händler seine seit Ende 2025 bestehende Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund aus. Sichtbar werde die Marke über Bandenwerbung, Interviewboards und digitale Formate auf Tiktok, Youtube und Twitch. Erst am Vortag habe Zalando eine Partnerschaft mit dem belgischen Fußballverband bekanntgegeben, Morning Briefing berichtete.
HANDEL INTERNATIONAL
Home Depot wächst online doppelt so schnell
Der Online-Umsatz von Home Depot ist im ersten Geschäftsquartal rund doppelt so schnell gewachsen wie der Gesamtumsatz, berichtet Digitalcommerce360.com. Das Plus im Online-Geschäft habe bei etwa zehn Prozent gelegen, das vierte Quartal in Folge mit zweistelligem Zuwachs. Der Gesamtumsatz sei um 4,8 Prozent auf 47,77 Mrd. Dollar gestiegen. Die Gründe seien laut Unternehmen eine bessere Suche, passgenauere Empfehlungen und schnellere Lieferungen aus der jeweils nächstgelegenen Filiale.
Der E-Commerce in Südostasien steuert bis 2029 auf ein Volumen von 289,8 Mrd. Dollar zu, was ein Plus von 85,4 Prozent darstellt, meldet Vietnam.vn. Damit werde die Region zum zweitschnellst wachsenden Markt weltweit, mit jährlich 13,2 Prozent Zuwachs. Digitale Zahlungen sollen bis dahin 97 Prozent aller Transaktionen abdecken, getrieben von E-Wallets und lokalen Bankensystemen in Vietnam, Indonesien und Thailand. Besonders rasant entwickle sich BNPL mit erwarteten 174 Prozent Wachstum auf 18,9 Mrd. Dollar.
Indiens stilles Einzelhandelsproblem
Indiens stationärer Einzelhandel kämpft trotz voller Malls mit einem unsichtbaren Problem, berichtet Republicworld.com. Schuld sei nicht primär der Online-Handel: Über 98 Prozent aller Einzelhandelskäufe fänden immer noch im Laden statt. Die eigentliche Lücke klaffe nach dem Kassenbon. Stationäre Händler verlören Kundinnen und Kunden aus dem Blick, sobald diese den Laden verließen, während Online-Plattformen Kaufhistorie und Frequenz systematisch nachverfolgten und Kunden gezielt zurückholten.
Oriental Weavers webt drei Firmen in eine Plattform
Oriental Weavers, einer der weltgrößten Hersteller gewebter Teppiche, hat seine überarbeitete E-Commerce-Plattform vorgestellt, meldet Intlbm.com. Unter dem Motto „One Click, One Group“ bündele der Konzern alle drei Konzerngesellschaften in einem Shop. Ein „Teppichfinder“ schlage passende Modelle nach Stil und Raum vor, ein AR-Teppich-Visuailsierer projiziere Teppiche ins eigene Wohnzimmer. Ägypten zähle laut Unternehmen 29,8 Mio. E-Commerce-Nutzer.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Google rüstet die Suche zum KI-Kaufhaus um
Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O ein breites KI-Paket vorgestellt, berichtet Manager-Magazin.de. Die Suchmaske weite sich künftig für längere Anfragen mit Bildern, Dateien oder Videos. Ein neuer intelligenter Einkaufskorb durchsuche mehrere Online-Shops parallel nach günstigeren Preisen und melde, wenn vergriffene Artikel zurückkehrten. Über ein eigenes Protokoll sollten KI-Agenten künftig selbstständig bezahlen, begrenzt durch Marken- und Preisvorgaben der Nutzer. Zudem brächte Google im Herbst zwei KI-Brillen mit Samsung, Gentle Monster und Warby Parker auf den Markt.
Zwischen kleinen und großen Unternehmen in der EU klafft beim Einsatz spezialisierter E-Business-Software eine erhebliche Lücke, meldet Eurostat. 2025 hätten 89 Prozent der Großunternehmen ERP-Systeme genutzt, bei kleinen Betrieben seien es nur 41 Prozent gewesen. Noch deutlicher falle der Abstand bei Business-Intelligence-Software aus: 69 zu 11 Prozent, ein Graben von 58 Prozentpunkten. Insgesamt setze etwas mehr als die Hälfte aller EU-Unternehmen (53 Prozent) auf ERP, CRM oder BI.
KI verschwindet im Alltag und kommt deshalb an
Künstliche Intelligenz werde für Konsumenten unsichtbar und genau dadurch unverzichtbar, berichtet Pymnts.com. Statt spektakulärer Anwendungen prägten Routinen wie Mailzusammenfassungen, Produktvergleiche und Terminplanung den Alltag. Aktive Nutzer griffen im Schnitt auf 2,69 Plattformen zu, Power-User auf 3,95. Suchleisten verwandelten sich in Assistenten und Online-Shops personalisierten unbemerkt in Echtzeit. Das Muster ähnele dem Mobile Banking: Vertrauen wachse über kleine Schritte, bis sich die Plattformmacht verfestige.
Gen Z buht die KI-Propheten von der Bühne
Bei US-Abschlussfeiern hagelt es Buhrufe, sobald Tech-Prominenz die KI-Zukunft preist, berichtet Reuters.com. Ex-Google-Chef Eric Schmidt habe an der University of Arizona Pfiffe geerntet, ähnlich erging es einer Rednerin in Florida. Standard Chartered streiche über 7.000 Stellen, Meta zehn Prozent der Belegschaft, Amazon rund 30.000 Bürojobs. Eine Gallup-Erhebung vom April zeige, dass knapp die Hälfte der Gen Z die Risiken von KI höher gewichte als den Nutzen – nur 15 Prozent sähen einen Netto-Gewinn.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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