
Bürobedarf verkauft sich gut
Wenn an diesem Samstag die Messe Paperworld beginnt, kann sich die Branche rund um Papier, Bürobedarf und Schreibwaren über gute Umsätze im Jahr 2011 freuen. Allerdings fordert die Digitalisierung ihren Tribut.
Demnach legten im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl der Teilmarkt "Schreibgeräte"
mit einem Umsatzplus von 4,6 Prozent als auch das Segment "Papiere für Haushalt und Büro" mit einem Plus von 3,1 Prozent zu. Das Segment "Schreibgeräte" habe somit ein Marktvolumen von 940 Millionen Euro, während "Papiere für Haushalt und Büro" als größter Teilmarkt inzwischen gut 8,3 Milliarden Euro "schwer" sei. Beide werden 2012 weiter wachsen, so die Marktforscherin.
Immer weniger Grußkarten
Das Marktvolum des Segments "Briefpapier, Briefumschläge und Postkarten" schrumpfte unterdessen im Jahr 2011 um 1,9 Prozent auf 794 Millionen Euro. "Grußkarten, Kalender, Alben/Diarien" gaben sogar um über 3 Prozent nach. "Mit 858 Millionen Euro Marktvolumen scheint hier allerdings der Bodensatz erreicht", prognostiziert Koschel. In diesem Jahr werde das Minus nur 0,3 Prozent betragen.
Nach positiven Zahlen im abgelaufenen Jahr gebe sich der Handel allerdings eher "verhalten optimistisch", beschreibt BBE-Berater Rainer Bartle die Lage.
Der Markt bleibe auf Wachstumskurs: "Die Konsumenten lassen sich in ihrem Einkaufsverhalten wenig bis gar nicht von den politischen und finanzwirtschaftlichen Krisen beeindrucken und verhelfen dem Markt zu einer guten Entwicklung", erläutert Bartle.
Wo die Händler es verstünden Kompetenz, Vielfalt und Übersicht "anregend" auf die Fläche zu bringen, werde sich diese Verbrauchergunst sogar als stabile Größe erweisen, ist der Berater überzeugt.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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