Dein Kunde, der Bot: Automatisch shoppen bei Amazon

Dein Kunde, der Bot: Automatisch shoppen bei Amazon

Abo-Commerce gibt es für Frauen, Männer, Kinder, Küche, Kosmetik, Mode. Aber auch dabei müssen Sie immer noch selbst ein wenig aktiv werden. Stellen Sie sich stattdessen einmal vor, Sie hätten einen Bot oder ein Programm, das alle Einkäufe für Sie erledigt. Automatisch. Beispielsweise bei Amazon. Science Fiction sagen Sie? Wo waren Sie gestern? Das geht auch heute schon.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Vor einiger Zeit schrieb ich hier über meinen Freund, den Bot. Eine Art digitales Alter Ego, der auf Basis einiger von mir vorgegebener Eigenschaften twittert, träumt, herumreist, Musik hört, Bücher empfiehlt. Erstellt wurde der Bot mit dem Programm Weavrs.

Zugegeben, eine Online-Spielerei. Aber sie zeigt, was möglich werden kann. Denn eines Tages werden Bots, so wir sie denn auf unsere Vorlieben programmieren und finanziell ausstatten, für uns auf Shoppingtour gehen.

Automatisch shoppen bei Amazon

Wie das mit einen paar Zeilen Programmcode funktionieren kann, zeigt gerade der Spieleentwickler Darius Kazemi. Dessen System ist zwar nicht so unterhaltsam wie der Weavr-Bot, geht dafür aber selbstständig und automatisch bei Amazon auf Einkaufstour.

Sein kleines Programm Amazon Random Shopper pickt sich zufällig Worte heraus, geht damit bei Amazon auf die Suche und kauft dann Bücher, CD und DVD ein, die es zum Suchbegriff gefunden hat. Damit das nicht zu teuer wird, hat er das Programm auf ein Budget, beispielsweise 50 Dollar im Monat, festgelegt. Kauft der Amazon Random Shopper ein Buch für 10 Dollar kann er bei der nächsten Suche also noch 40 Dollar ausgeben. Der Random Shopper hat seinen eigenen Amazon-Account, bezahlt per Gutscheinkarte.

Der Nachteil: Darius Kazemi wird von seinem Einkaufsautomaten mit zufällig bestelltem Zeug versorgt. Das Programm so zu stricken, dass der elektrische Kunde Kram bestellt, den er gebrauchen könne, sei ihm schlicht zu langweilig gewesen, schreibt Darius Kazemi.

Der Zufallsgedanke ist allerdings auch eine schöne Antithese zur Filter-Bubble und vielleicht ist manch eine Bestellung auch eine gelungene Entdeckung. Man sollte aber auch ein wenig vorsichtig sein, wie folgender Cartoon zeigt.

Cartoon-Quelle: https://xkcd.com/576/
Teilen
OK
Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.