Dem klassischen Bon geht es an den Kragen

Dem klassischen Bon geht es an den Kragen

Umweltschädlich, unpraktisch, umständlich: Der Kassenzettel aus Papier hat für Händler und Konsumenten einige Nachteile. Die Software-Agentur A&G will mit ihrer digitalen Lösung dem Papierwust ein Ende machen.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Ausgabe-Pflicht ab 2010 auch in Deutschland


2020 trete für den deutschen Handel noch eine weitere wichtige Regelung in Kraft, die laut Karimi für eine Umstellung von analog auf digital spricht: die Ausgabe-Pflicht für Kassenbons. "In vielen europäischen Ländern wie Österreich oder Italien ist das bereits Alltag. Der Staat will so den Umsatzsteuerbetrug erschweren, fördert aber gleichzeitig Zettel-Chaos und Papierverschwendung."

Jederzeit Zugriff auf Garantiequittungen


Last but not least könne der Händler mit den digitalen Bons in einer massentauglichen und händlerübergreifend einsetzbaren App für digitales Quittieren einen besseren Service bei Umtausch oder Rückgabe anbieten, weil die Nutzer der App jederzeit Zugriff auf ihre digital archivierten Garantiequittungen und Einkaufszettel haben.
#Anders als bei Papier-Bons könne so kein Beleg mehr verloren gehen. "Im Gegenteil: Die App bietet sogar die Möglichkeit, sich über ablaufende Umtauschfristen und Garantien benachrichtigen zu lassen", so der A&G-Chef. Das Echo ist gut. Karimi: "Schon jetzt konnten wir über 30 Handelspartner aus den unterschiedlichsten Branchen gewinnen – darunter Supermarkt- und Fast-Food-Ketten, aber auch Tankstellen und Einzelhändler. "
Weitere Vorteile für Händler seien das innovative Image eines modernen und grünen Engagements so wie ein besseres Marketing. "A&G stellt seinen Partnerhändlern auf Wunsch anonymisierte Kundendaten zur Verfügung – natürlich DSGVO-konform. Mit diesen Daten lassen sich Rückschlüsse auf das Kaufverhalten ziehen. Dadurch wird admin zu einem wertvollen Werkzeug für die Kunden-Analyse", wirbt er.
Es geht aber auch um die Kosten. Händler sparen, rechnet Karimi vor, " zwei Drittel ihrer bisherigen Bon-Kosten – denn Sie zahlen nur 1 statt 3 Cent pro Quittung."
Und die App, sie soll ab 1.1.2020 zum Download frei verfügbar sein, macht bequemer: So wurden schon zusätzliche Features in die App integriert – wie etwa ein Algorithmus, der automatisch erkennt, ob auf Belegen für den Nutzer von der Steuer absetzbare Produkte sind. Diese können dann per Fingertipp direkt an den Steuerberater übermittelt werden, natürlich auch digital.
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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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