
Demografischer Wandel wird unterschätzt
Studie: Unternehmen sind unzureichend auf Wandel der Altersstruktur vorbereitet. Thema gewinnt auch im Einzelhandel an Bedeutung.
Thomas RehmRedakteurZwar geben rund 96 Prozent der Befragten an, dass sie die Beschäftigung mit dem Thema für wichtig halten. Doch gerade mal 34 Prozent sagen, ihr Unternehmen sei gut oder sehr gut auf den demografischen Wandel vorbereitet.
Wissenstransfer ja, Karriere ab 50 nein
Immerhin: 64 Prozent der Unternehmen geben an, gezielt den Wissensaustausch zwischen älteren und jüngeren Mitarbeitern zu fördern. Als Hauptinstrumente dafür werden systematische Einarbeitungszeiten sowie altersgemischte Arbeitsgruppen und Mentoring-Programme genannt.
Doch nur 23 Prozent der Unternehmen bieten explizit Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter über 50 an. Und gerade mal 17 Prozent verfügen über ein Karrieremodell für diese Mitarbeiter.
Als größte Hürde für das Demografiemanagement nennen die von PwC befragten Unternehmen fehlendes Bewusstsein beim Top-Management. Als weitere Hürden sehen die Befragten das mangelnde Budget sowie die Einstellung des Unternehmens.
Händler sorgen vor
Auch im Einzelhandel müssen viele Unternehmen das Potenzial der älteren Mitarbeiter noch erkennen.
„Es herrscht eine immer größer werdende Verknappung von jungen Fachkräften", sagt Jürgen Pfister, Leiter des Konzernbereichs Personal & Soziales beim Handelskonzern Metro Group, im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Der Handel.
„Ältere Mitarbeiter gewinnen an Wert, weil ihr Können gefragt ist,” sagt Pfister.
Ein Artikel über das Potenzial älterer Mitarbeiter erscheint in der nächsten Ausgabe von Der Handel. Hier können Sie ein Probeheft bestellen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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