
Der total verrückte Supermarkt in dem wir schon mit "Likes" bezahlen können
Es ist schon ein paar Jahre her, da wollten ein paar Freunde und meiner einer in einem netten Biergarten unsere Kaffees mit Tweets bezahlen. Wir brachten immerhin eine sechstellige Followerzahl bei Twitter zusammen. Die Bedienung sah uns verständnislos an. Geschichte. Inzwischen kann man bei Kelloggs oder zuletzt bei Marc Jacobs mit ein paar Tweets und Instagram-Bildern zumindest ein paar Goodies abstauben. Warum aber nicht gleich die ganze Rechnung im Supermarkt mit ein paar Likes, Tweets; F...
Das kann ganz einfach gehen. Sie melden sich am Kassensystem, das mit iPad ausgestattet ist, bei Facebook an. Dann rechnet das System anhand Ihres Profils und der Produktpreise hoch, wie sich der Einkaufspreis für den Liter Milch in Likes, Fotos und Co umrechnet.
Dieser Datenmarkt ist natürlich Fiktion, oder genauer gesagt: Kunst. Das Kunstexperiment „Der DATENMARKT“ macht vom 17. bis 22. Februar das Datengeschäft, bei dem echte Waren mit Facebook-Aktionen bezahlt werden, in der Modeboutique Anita Hass in Hamburg transparent. Hinter dem Projekt stecken Florian Dohmann, Manuel Urbanke und Maximilian Hoch. Sicher sehenswert und eine Idee, die nicht nur Kunst bleiben dürfte, sondern als befristete Marketing-Aktion demnächst bestimmt in einem Pop-up-Store zu sehen ist.
Der Kunst geht es natürlich um etwas anders: Sie will zeigen, welchen realen Wert unsere Daten haben und so mehr Sensibilität schaffen.
Datenmarkt (starting Feb. 17th @ Anita Hass Hamburg) from Manuel Urbanke on Vimeo.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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