Der Weihnachtsmann will sparen

Der Weihnachtsmann will sparen

Mehr als ein Viertel der Deutschen will für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr weniger ausgeben. Das ergab eine Umfrage von Infratest. In der Realität werden die Sparpläne aber oft nicht umgesetzt.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Das ergab eine repräsentative Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag des Online-Marktplatzes eBay durchgeführt hat. Die regionalen Unterschiede sind dabei gravierend: Während die Berliner mit durchschnittlich 202 Euro mit Abstand am wenigsten Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben, liegt das Weihnachtsbudget in Bayern mit 263 Euro im Durchschnitt fast 30 Prozent höher.

Nur elf Prozent wollen in diesem Jahr mehr ausgeben

Mehr als ein Viertel (28,4 Prozent) aller Deutschen planen, in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben als im vergangenen Jahr. Mehrausgaben im Vergleich zum Vorjahr planen dagegen nur 11,6 Prozent.

Der Anteil derjenigen, die ganz auf den Kauf von Weihnachtsgeschenken verzichten wollen, hat sich nahezu verdoppelt und ist von 2,6 Prozent im Vorjahr auf 4,8 Prozent in diesem Jahr gestiegen.

Vielfältige Gründe für die Kaufzurückhaltung

Die Gründe, warum in diesem Jahr weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgegeben wird, sind vielfältig. Am häufigsten wurde mit 39,6 Prozent genannt, dass weniger Geld zur Verfügung stünde. Auf Platz zwei steht mit 20,3 Prozent die allgemeine wirtschaftliche Lage: Da alles teurer werde, müsse auch bei den Geschenken gespart werden.

Es folgen auf den Plätzen drei bis fünf: "Die Zahl der zu Beschenkenden ist zurückgegangen" (16,6 Prozent), "Ich bin bei der wirtschaftlichen Lage vorsichtiger mit dem Geldausgaben" (13,7 Prozent) und "Ich möchte einfach nicht mehr viel Geld für Geschenke ausgeben" (10,4 Prozent).

Johannes Buntz, Senior Research Consultant von TNS Infratest, der die Umfrage mit initiiert hat, weiß jedoch auch, dass die Verbraucher im Ergebnis oft spendabler sind als ursprünglich geplant: "Wir wissen  aus der Vergangenheit, dass nachdem die Weihnachtskäufe dann abgeschlossen sind, diese in der Regel teurer ausfallen, als es zuvor beabsichtigt war", sagt der Marktforscher.

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.