Deutschland bei IKT-Entwicklung weit unter seinem Potenzial

Deutschland bei IKT-Entwicklung weit unter seinem Potenzial

In Deutschland könnte durch konsequenten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Staat und Wirtschaft bis 2008 eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von rund 75 Mrd. Euro erbracht werden.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Studie sieht vor allem bei der Umsetzung von e-Gouvernment und e-Health einen großen Nachholbedarf. Sowohl die IKT-Ausgaben der öffentlichen Hand mit 0,6 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt, als auch das Angebot an Online-Verwaltungsdiensten sei deutlich geringer als in den Vergleichsländern. 27 Mrd. Euro jährlich könnten allein durch verstärkten IKT-Einsatz beim Ablauf- und Organisationsmanagement im öffentlichen Dienst gespart werden, meinen die Studienautoren.

Der Masterplan enthält acht Handlungsempfehlungen, mit denen bis 2008 die ambitionierten Wachstumsziele erreicht werden können. Neben dem verstärkten Einsatz von e-Gouvernment und e-Health fordert die Studie die Stärkung der Rechts- und Investitionssicherheit als Rahmen zur Schaffung der notwendigen Infrastruktur. Am Bildungssektor wären 5.000 zusätzliche Hochschulabsolventen für die IKT-Branche sowie eine verstärkte Integration von IKT in die schulische Bildung nötig. Die Entwicklung innovativer Kommunikationskonzepte würde den Mittelstand zur verstärkten Nutzung von IKT bringen. Zur Förderung dieser Innovationen müssten Gründungszentren aber auch Kooperationen mit F&E verstärkt forciert werden. Zur Umsetzung und Koordination dieser Anliegen schlägt die Studie dem Bund vor, einen CIO zu schaffen, der ressortübergreifend agieren kann und dem Kanzleramt unterstellt ist. (KC)


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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